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16 Ergebnisse gefunden

Heinz-Gerhard Justenhoven (Hrsg.): Kampf um die Ukraine. Ringen um Selbstbestimmung und geopolitische Interessen

Heinz-Gerhard Justenhoven (Hrsg.)

Kampf um die Ukraine. Ringen um Selbstbestimmung und geopolitische Interessen

Baden-Baden, Nomos Verlag 2018 (Studien zur Friedensethik 61)

Nach Meinung des Rezensenten Johann Siemers werden in diesem Sammelband die drei Dimensionen der Ukrainekrise sehr gut zusammengefasst: Bei den Protesten auf dem Maidan 2013/14, dem Krieg in der Ostukraine und der russischen Annexion der Halbinsel Krim gehe es um die geopolitischen Interessen Russlands und des Westens, die politische Selbstbestimmung der Ukraine und um die Zukunft der europäischen Sicherheitsordnung. Momentan deute vieles darauf hin, dass der Konflikt in der Ukraine dauerhaft ungelöst bleibt.

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Zerreißproben

... Die Bandbreite von Winklers Einlassungen reicht von Überlegungen zum Selbstverständnis eines gerade wiedervereinigten Deutschlands bis hin zur Diskussion der Ukrainekrise, von den europäischen Perspektiven ......

Weltmacht vor neuen Herausforderungen

... auf 2011 oder 2012. Aktuelle Entwicklungen etwa in der Ukrainekrise oder durch Übergriffe der IS‑Terroristen lassen die Halbwertszeit des präsentierten Wissens sinken. Lesenswert sind die Beiträge daher ......

Die beiden Nord Stream-Projekte und die sogenannte „Ukraine-Krise“. Folgen für das russisch-ukrainische Verhältnis

Die Auswirkungen der Nord-Stream-Projekte auf die Ukraine im zuvor reziproken Abhängigkeitsverhältnis zum Energieexporteur Russland nimmt Andreas Umland in den Blick. Er ordnet die sukzessiven Teilabschnitte der Reduktion dieser Interdependenz Kyjiws und Moskaus durch das Projekt in einen sicherheitspolitischen Kontext ein. Dabei kritisiert er die Rolle einzelner Akteure in der EU sowie Lücken in Ostwirtschaftsanalysen. Umland gibt zu bedenken, welche Konsequenzen die Inbetriebnahme der Nord Stream 2-Pipeline für die Sicherheitslage des Landes haben könnte.

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Die Kalaschnikows der Lüfte – Drohnenkriegsführung im Ukraine-Krieg

Der Ukrainekrieg katalysiert Innovationen bei der Drohnenkriegführung in einem Maße, das besondere Betrachtung verdiene, mahnt Markus Reisner. Einst von den USA für Terrorismusbekämpfung und Counterinsurgency eingesetzt – und umstritten –, hätten sich Sorgen um die Proliferation dieser technischen Fähigkeiten und ihrer Anwendung als Mittel irregulärer Kriegführung seitens staatlicher wie nicht-staatlicher Akteure inzwischen realisiert, wie der Aufstieg Irans zur Drohnensupermacht und dessen regionale Proxys, siehe die Huthis, belegten. Unbemannte Waffensysteme, so Reisners Fazit, seien inzwischen Mittel moderner Kriegführung, mit all den ihnen eigenen Bedrohungspotentialen als Waffenträgersystem. Für NATO-Streitkräfte bedeute dies, bei der Entwicklung von Gegenmaßnahmen nicht ins Hintertreffen geraten zu dürfen. 

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Fünf Anmerkungen zu Zapad 2017. Kernaussagen der gemeinsamen Militärübung von Russland und Belarus

Zapad 2017 Russisches Verteidigungsministerium via sirius

Nach sieben Tagen intensiver militärischer Operationen wurde das fiktive Land Weschnorija (das etwa so groß ist wie die drei baltischen Staaten zusammen) durch eine gemeinsame Aktion russischer und weißrussischer Streitkräfte unterworfen. In einer groß angelegten Show-Übung zerstörten die Unionsstaaten Russland und Belarus den Feind, nachdem Weschnorija Grenzverletzungen und massive Luftangriffe unternommen hatte. Dieses Szenario wurde natürlich nur in Russland und in Belarus während der Übung Zapad 2017 im September durchgespielt. Mathieu Boulègue erläutert die Kernbotschaften dieser Übung.

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Gwendolyn Sasse: Der Krieg gegen die Ukraine. Hintergründe, Ereignisse, Folgen

Der Krieg gegen die Ukraine. Hintergründe, Ereignisse, Folgen

München, C.H. Beck 2022

Gwendolyn Sasse möchte informative Lücken schließen, dabei mit Vorurteilen und falschen Geschichten über die Ukraine aufräumen. Dazu entfaltet die Politikwissenschaftlerin und Direktorin des Berliner Zentrums für Osteuropa- und Internationale Studien (ZOiS) kenntnisreich das Geflecht verschiedener Bedingungen für den Ukrainekrieg. Kennziffern, etwa die Zahl der Geflüchteten, werden ebenso prägnant vorgestellt, wie die Bedeutsamkeit dieses Kriegs für das Selbstverständnis vieler Europäer*innen und der Bruch der damit verbundenen Friedensordnung in Europa analysiert wird, so Vincent Wolff.

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Historische Esoterik als Erkenntnismethode. Wie russische Pseudo-Wissenschaftler zu Moskaus antiwestlicher Wende beigetragen haben

Hat die russische Sozialwissenschaft neben den Propaganda- und Desinformationskampagnen des Kremls dazu beigetragen, die nach Glasnost heranwachsende und hochgebildete Elite Russlands für eine Abkehr von Europa und den Angriffskrieg auf die Ukraine empfänglich zu machen? Andreas Umland untersucht für SIRIUS – Zeitschrift für Strategische Analysen, wie verschwörungstheoretische, manichäische oder rassistische Theorien nach dem Vorbild von Denkern wie Lew Gumiljow und Alexander Dugin die intellektuelle und mediale Öffentlichkeit im postsowjetischen Russland zunehmend prägten. 

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Russlands neue Strategie im Ukraine Krieg – wo führt sie hin?

Russlands Strategie für die vierte Kriegsphase zum Jahreswechsel 2022/23 ziele auf die Zermürbung der Widerstandsfähigkeit der Ukraine und auf die Wiedererlangung der eigenen militärischen Initiative, so Joachim Krause. Für SIRIUS - Zeitschrift für Strategische Analysen analysiert er die maßgeblichen Faktoren für das Ge- oder Misslingen jener Strategie - auf Seiten Russlands und des Westens. Unklar bleibe auch, wie sich dieser Krieg auf Russland und die Stabilität des Regimes auswirke. Dies gelte auch für dessen weiteres Verhältnis zu den Nachbarn Europa und China.

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Sabine Adler: Die Ukraine und wir. Deutschlands Versagen und die Lehren für die Zukunft

Die Ukraine und wir. Deutschlands Versagen und die Lehren für die Zukunft

Berlin, Ch. Links Verlag 2022

Wie kam es zum Ukraine-Krieg und welche Fehler haben Deutschland und die Europäische Union begangen? Sabine Adler gibt Antworten auf diese Fragen, indem sie das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine in einen größeren geografischen und historischen Kontext stellt. Sie kritisiert unter anderem die Nord-Stream-Abkommen sowie Deutschlands Geschichtsvergessenheit gegenüber der Ukraine. Rezensent Michael Kolkmann lobt Adlers Werk als lesenswertes, kurzweiliges und kenntnisreiches Buch.

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Stephan Lamby: Ernstfall: Regieren in Zeiten des Krieges. Report aus dem Inneren der Macht

Ernstfall: Regieren in Zeiten des Krieges. Report aus dem Inneren der Macht

München, C.H. Beck 2023

Der Journalist Stephan Lamby hat die wichtigsten Akteure des politischen Berlins seit dem russischen Angriff auf die Ukraine aus nächster Nähe beobachtet. Er schildert, wie die Bundesregierung den Kriegsausbruch erlebte, was der „Zeitenwende“-Rede von Olaf Scholz vorausging und warum zwischen Robert Habeck und Christian Lindner eine „Aufmerksamkeits-Konkurrenz“ ausbrach. Dank zahlreicher Gespräche und exklusiver Einblicke gelingt Lamby ein kenntnisreicher Blick hinter die Kulissen, der für „jede weitergehende Beschäftigung mit der Ampel-Regierung (…) unverzichtbar sein wird“, so Michael Kolkmann.

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Timothy Garton Ash: Europa. Eine persönliche Geschichte

Europa. Eine persönliche Geschichte

München, Carl Hanser Verlag 2023

Der renommierte britische Historiker Timothy Garton Ash hat mit „Europa. Eine persönliche Erinnerung" ein voluminöses Buch vorgelegt, das einer Art Lebenswerk gleichkommt. Anhand von kleinen Erzählungen und Gesprächen mit Protagonist*innen veranschaulicht der leidenschaftliche Europäer die großen Entwicklungen des Kontinents und schreibt so seine persönliche europäische Nachkriegsgeschichte. Rezensent Michael Kolkmann ist begeistert: Das Werk sei ein „kurzweiliges und vielschichtiges Lesevergnügen“ und zähle schon jetzt zu den „wichtigsten Sachbüchern“ des Jahres.

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Wie man Russland schlagen kann – Lektionen aus dem Verteidigungskrieg der Ukrainer

Der Artikel analysiert die Ursachen für den weitgehend erfolgreichen Widerstand der Ukrainer gegen die russische Aggression. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg ist die umfassende Mitwirkung der Bevölkerung am bewaffneten Widerstand gegen die russische Invasion. Wichtig ist auch die Tatsache, dass die Ukraine eine sehr moderne datenbasierte Kampfführung betreibt, bei der Daten aus unterschiedlichen Quellen bezogen und verarbeitet werden, um diese zur Bekämpfung des russischen Militärs einzusetzen. Die ukrainischen Streitkräfte arbeiten zudem oft als dezentralisierte Netzwerke mit viel Führungsverantwortung auf unteren und mittleren Ebenen. Dies hat sich als enormer Vorteil erwiesen. In der Kriegführung hat es sich als sinnvoll herausgestellt, Angriffe auf Logistik, Führungseinrichtungen und Kommunikation des Gegners zu konzentrieren. Eine zentrale Rolle kommt im Ukraine-Krieg Drohnen zu, die massenweise im Einsatz sind. Beachtlich ist auch, dass die Ukrainer große Erfolge mit kleinsten Einheiten im Jagdkampf erzielen konnten. Zudem findet eine Renaissance der Artillerie statt, aber in erweiterter, fortgeschrittener Form. Ein weiterer Baustein des Erfolgs der Ukraine ist die komplexe und redundant strukturierte Logistik vor allem auf Schienen, die stabil auch unter Kriegsbedingungen funktioniert. Die Ukraine hat zudem ein hohes Maß an operativer Sicherheit herstellen können, welches wiederum die Voraussetzung für erfolgreiche Täuschungsoperationen war. Nicht zuletzt bietet die Ukraine ein exzellentes Beispiel dafür, wie man mit den richtigen Methoden

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