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Thema: Bilanzen der Obama-Administration

„Don't do stupid shit“
Die Obama-Doktrin oder die Suche nach einem außenpolitischen Erbe

Situation Room Obama and Biden await updates on bin LadenZugriff auf Osama bin Laden, live verfolgt im Situation Room im Weißen Haus, 1. Mai 2011. Foto: Pete Souza (White House)Schon kurz nach seiner Veröffentlichung wurde das Bild zum zeithistorischen Klassiker erklärt: Präsident Barack Obama verfolgt am 1. Mai 2011 in einem Lageraum des Weißen Hauses den Zugriff auf Osama bin Laden. Die Botschaft ist einfach: Obama ist der Präsident, der ergebnis- und zielorientiert in Verantwortung für die US-amerikanischen Bürger handelt und der schließlich „America’s most wanted enemy“ zur Strecke gebracht hat, also Dinge zu Ende bringt. Aber so illustrativ die Aufnahme auch sein mag, sie liefert nicht die erschöpfende Antwort auf die seit seinem Amtsantritt 2009 mal mehr, mal weniger drängende Frage der demokratischen Anhängerschaft, der republikanischen Opposition, der medialen Öffentlichkeit, der Publizistik, der Politikwissenschaft: „Does Obama have a grand strategy?“ Oder anders gefragt: Gibt es eine Obama-Doktrin, die das Denken und Handeln des Präsidenten nachvollziehbar hinterlegt? Axel Gablik geht dieser Frage anhand der Interviews nach, die Jeffrey Goldberg mit Obama und seinem außenpolitischen Führungspersonal geführt hat, und zieht verschiedene Analysen hinzu: Im Ergebnis erscheint die Außenpolitik des damaligen US-Präsidenten als pragmatisch, zielgerichtet auf die Wahrung der Führungsrolle der USA und dabei an der Zusammenarbeit mit den Verbündeten orientiert.
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Rezension

Handlexikon Rechter Radikalismus
Phänomene und Gegenreaktionen

Handlexikon Rechter Radikalismus CoverIn diesem Handlexikon werden Phänomene des rechten Radikalismus sowohl in ihrem gesellschaftlichen und politischen Kontext als auch mit ihren historischen wie zeitgeschichtlichen Wurzeln ausgeleuchtet. Als verbindendes Element werden antisemitische und rassistische Denkhaltungen herausgearbeitet und unter anderem am Begriff Gender aufgezeigt, wie rechtsradikale Argumentationen funktionieren. Auch auf die rechtspopulistische AfD wird in mehreren Einträgen hingewiesen – so entsteht das fragmentierte Bild einer Partei, die deutlich an der und über die Grenze der Verfassungsmäßigkeit hinaus irrlichtert.

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Thema: Armut im Wohlstand

Von Kindesbeinen an
Im Teufelskreislauf der Armut. Eine Analyse von Annett Mängel

Aktion gegen Kinderarmut2004 Foto Roadrunner Flickr LizenzCC BY ND 2.0Der Deutsche Kinderschutzbund machte mit dieser Aktion bereits im Jahr 2004 auf das Problem der Kinderarmut aufmerksam. Dennoch fehlen nach wie vor gezielte Maßnahmen, um die Situation der armen Kinder grundsätzlich zu verbessern. Foto: Roadrunner (Flickr, Lizenz: CC BY-ND 2.0)Der zum Ende der vergangenen Legislaturperiode vorgestellte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hat bei den politisch Verantwortlichen zwar zu einem Nachdenken über die Eindämmung von Armut und sozialer Ungleichheit geführt. Doch von den seinerzeit von der SPD geforderten Maßnahmen zur Armutsbekämpfung ist im Koalitionsvertrag der neuen Regierung wenig geblieben, stellt Annett Mängel fest. Von der neuen Regierung werde lediglich an „kleinen Schrauben“ gedreht, die Ergebnisse des Armuts- und Reichtumsberichts seien hingegen fahrlässig geschönt worden. Die Autorin macht in ihrer Analyse die wechselseitigen Mechanismen und Dynamiken von Armut und sozialer Ungleichheit deutlich. Besonders gravierend wirke sich die Armut auf die Situation von Kindern aus, bei ihnen beginne ein wahrer Teufelskreis. Wer schon als Kind arm sei, habe kaum Chancen, im späteren Leben der Armut zu entkommen. Damit sich Kinderarmut nicht zwangsläufig in Einkommens- und späterer Altersarmut überführt und sich zudem die Kluft zwischen armen und reichen Kindern nicht weiter verstärkt, fordert Mängel eine nachhaltige Umverteilung: erstens durch Investitionen in gute Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen, zweitens durch gezielte Unterstützungen für armutsbetroffene Familien und drittens durch eine umfassende Steuerreform.
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Thema: Barack Obama

Die Präsidentschaft
Eine erste historische Bewertung

In diesem Tagungsband versammeln Wissenschaftler*innen von renommierten Institutionen wie der Princeton University, der Boston University und der University of Cambridge ihre Einschätzungen der Erfolge und Misserfolge der Präsidentschaft Barack Obamas. Sie analysieren das Zustandekommen von Entscheidungen im politischen System der USA sowie ihre Dauerhaftigkeit im Übergang der Präsidentschaft nach der Wahl Donald Trumps. Von allen Autor*innen wird die Einschätzung geteilt, dass die Fundamentalopposition der Republikanischen Partei eine weiterreichende Reformpolitik verhindert hat.
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Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Thema: Armut im Wohlstand

Armut messen – aber wie?
Zahlen, Daten, Fakten

In welchem Ausmaß Deutschland von Armut betroffen ist, lässt sich nicht allein mit einer Kennziffer ausmachen – erhobene Daten sind interpretationsbedürftig und die Veröffentlichung von Armutszahlen ist vielfach Gegenstand strittiger Debatten, in denen Vorwürfe der Skandalisierung auf jene der Verharmlosung treffen. In dieser Zusammenschau werden daher unterschiedliche Daten, Berechnungen und Analysen vorgestellt, die insgesamt einen Eindruck von Armut, sozialer Ungleichheit und prekären Lebenslagen im Wohlstandsland Deutschland sowie den unterschiedlichen Positionen hierzu vermitteln sollen.
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