Portal für Politikwissenschaft

Thema: Donald Trump und die polarisierten Staaten von Amerika

Amerika schaut in einen Spiegel
Der Sturm auf das Kapitol, seine Ursachen und Wir

Foto von Geralt Pixabay Trumpfrisur Vogel"Trump, wie auch der Sturm auf das Kapitol, sind ein Produkt der sozialen Medien", schreibt der Autor. Foto: Gerd Altmann (geralt) / Pixabay.Der Aufstieg Donald Trumps und der Sturm auf das Kapitol 2021 sind nur als Endpunkt einer politischen Entwicklung zu verstehen, die 1968 begann und die zurückliegenden 30 Jahre medial und kulturell dominierte, so die These Bruno Heidlbergers. Sie seien Symptome einer antiliberalen Konterrevolution von rechts, die sich gegen die offene Gesellschaft richte, ein Reflex auf Globalisierung und Modernisierung sowie Ausdruck eines globalen Kampfes zwischen emanzipativem Liberalismus und nationalem Autoritarismus sei. Der Sturm markiere eine Zäsur – für Amerika und die Glaubwürdigkeit der liberalen Demokratie in der Welt. Ein Putsch habe indes nicht stattgefunden, aber ein Aufstand gegen die Wahrheit, die offene Gesellschaft, gegen kulturelle und ethnische Vielfalt, demokratische und rechtliche Gleichheit und Kosmopolitismus. Die amerikanischen Institutionen mit ihrer demokratischen Tradition haben nach Meinung des Autors Schaden genommen. Bleiben würden die demütigenden Bilder von Gewalt, die Verunsicherung und die Angst. Trump und auch der Sturm auf das Kapitol seien Produkte der sozialen Medien und der Zerstörung des öffentlichen Raums. Trump habe die Spaltung des Landes zwar nicht geschaffen, aber die bereits bestehende rücksichtslos ausgenutzt und vertieft wie nie zuvor.
zum Essay


Umfrage

Ihre Expertise ist gefragt

Wir möchten das Portal für Politikwissenschaft noch besser machen! Daher haben wir eine Umfrage entwickelt, um die Erwartungen unserer Leserinnen und Leser zu evaluieren.

Was motiviert Sie, hier zu veröffentlichen? Was schätzen Sie an unserer Arbeit? Welche Formate und Themen wünschen Sie sich noch? Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie hieran teilnehmen würden. Die Beantwortung der Fragen dauert circa acht bis zehn Minuten.

Gerne möchten wir Sie zudem mit einer Verlosung je eines Jahres-Abonnements der Zeitschrift für Parlamentsfragen und von SIRIUS – Zeitschrift für strategische Analysen hierfür belohnen. Diese Umfrage ist anonym. Sie finden sie hier.


zur Umfrage

Thema: Donald Trump und die Polarisierten Staaten von Amerika

Das Streben nach Glück und die heroisierte Präsidentschaft
Das spezifisch „US-Amerikanische“ am Trumpismus

Die Historikerin Jill Lapore und der Politikwissenschaftler Wolfgang Fach geben unterschiedliche Antworten darauf, was angesichts der Ereignisse in den USA seit 2016 als die dem zugrundeliegende „Normalcy“ aufzufassen sei, das heißt als das Konglomerat jener Grundsätze und Lebensauffassungen  Was leibt vom Trumpismus? Foto: kalhh / Pixabay. Was leibt vom Trumpismus? Foto: kalhh / Pixabay., die das „Amerikanische“ ausmachen – und was hingegen als „unamerikanisch“ gelte. Gemeinsam ist beiden Autoren dabei die historische Verortung und Herleitung gegenwärtiger Entwicklungen und Strukturen infolge einer 250-jährigen Geschichte ohne nennenswerte Zäsuren. Lepore erblickt dabei beispielsweise im Anspruch der Liberalen, der Bösartigkeit Trumps und seiner Indifferenz gegenüber Regeln und Normen vor allem mit festen Grundsätzen, innere Stärke und glaubwürdigen Mitteln – und somit mit Substanziellem – begegnen zu wollen, die Formatierung eines „Neuen Amerikanismus“ und erklärt hierzu Begrifflichkeiten und Hintergründe. Für Fach dokumentiert der Trumpismus indes das Traumhafte des politischen Aufstiegs eines solchen Präsidenten sowie das Alptraumhafte einer derart selbstbezogenen Regierungspraxis: Wie Trump bei seiner Abwahl reagierte, läute die Dekonstruktion jenes Präsidentenbildes ein, in dem sich jener als Held selbst genügte und die Bürger aber, zur Verfügungsmasse herabgewürdigt, lediglich Zwecken zu dienen hatten.
zur Doppelrezension


Rezension

Handbuch Demokratie
Grundlagen und Herausforderungen

Mit diesem Handbuch wollen die Autor*innen eine „Annäherung an zentrale Elemente der Demokratie“ vornehmen und als Referenzmodell für einen breiten Adressatenkreis dienen. Sie zeichnen in diesem Überblickswerk ein klares Bild ‚der‘ (deutschen) Demokratie in all ihren Facetten, beginnend von den konzeptionellen Grundlagen des Begriffs über generelle Typenbildung bis hin zur Ausprägung der Demokratie in Deutschland, schreibt Rezensent Sven Leunig. Dargestellt werden sowohl die ‚Basics‘ als auch kontroverse ebenso wie innovative Diskussionen der Politikwissenschaft.


zur Rezension



suchen & finden

Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Rezension

Soft Power
Internationale Beziehungen

Das Ziel Hendrik Ohnesorges ist es, den Begriff ‚soft power‘ transparenter zu machen, daher versucht er, ihn für die empirische Forschung zu operationalisieren, so Rezensent Rainer Lisowski. Ohnesorge untersucht, welche Ressourcen (Kultur, Werte, Persönlichkeiten und Politik) und Instrumente (Diplomatie des Landes und persönliche Diplomatie, beziehungsweise Netzwerke und Initiativen einzelner Menschen) einen Attraktor für ein anderes Land darstellen, und welche Wahrnehmungen (Anziehung, Abstoßung oder Apathie) und Ergebnisse (Unterstützung, Neutralität, Gegnerschaft) sie erzeugen.


zur Rezension



Suchen...