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Thema: leben und arbeiten in der digitalen welt

Auf der Suche nach einem neuen Narrativ
Gesellschaftspolitische Dimensionen der Digitalisierung – ein Problemaufriss

Marx vor dem Museum der ArbeitWas wäre Karl Marx zur Digitalisierung eingefallen? Seine mit Druckluft aufgestellte Büste gibt keinen Aufschluss – Außeninstallation vor dem Museum der Arbeit in Hamburg anlässlich der Ausstellung „Das Kapitel“. Dort fand auch die Tagung „Schafft der Mensch den Menschen ab?“ statt. (Foto: Natalie Wohlleben).Der weltweit erfolgreichste Roboter im Einsatz ist der automatische Staubsauger – von der Übernahme der Weltherrschaft durch Künstliche Intelligenz (KI) dürften wir also noch weit entfernt sein. „Schafft der Mensch den Menschen ab?“ lautete trotzdem die leitende Frage einer Tagung, die die Zeit-Stiftung im April 2018 im Museum der Arbeit in Hamburg veranstaltet hat. Die Antwort der Vortragenden und Diskussionsteilnehmer*innen fiel zwar unisono mit einem „Nein“ aus, aber damit ist es nicht getan: Deutlich wurde auch, dass wir am Beginn einer Zukunft stehen, in der die Digitalisierung der Arbeitswelt die Gesellschaft zwingt, neu zu sich zu finden. Selbst wenn sich dystopische Vorhersagen über den Wegfall der Hälfte aller Arbeitsplätze angesichts empirisch fundierter Extrapolierungen als unhaltbar erweisen werden, wird dennoch der mit der Automatisierung und Vernetzung einhergehende Strukturwandel die Rahmenbedingungen, in denen seit Beginn der Industrialisierung Arbeit organisiert und gesellschaftliche Modernisierungsprozesse ausgehandelt worden sind, verändern. Wer kann diesen Wandel moderieren? Wer wird in einer Gig Economy noch für den Erhalt der Sozialstaatlichkeit eintreten? An welcher Erzählung wird sich die Gesellschaft der Zukunft orientieren?

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Thema: Demokratie gestalten

Schattenmächte
Transnationale Netzwerke

Cover SchattenmaechteTransnationale Netzwerke sind ein allgegenwärtiges und schwer zu bestimmendes Phänomen – sowohl auf nationalstaatlicher als auch auf internationaler Ebene. Ihre Anzahl wird weltweit auf 2.000 geschätzt. Fritz R. Glunk gibt einen Einblick in ihre Strukturen und Arbeitsweisen. Im Mittelpunkt seiner Analyse steht dabei das Spannungsverhältnis zwischen der mangelnden demokratischen Legitimation dieser oftmals informell entstehenden Regelungswerke und der Staatlichkeit. Ein Gegenwicht zu dieser so schleichenden Entdemokratisierung zulasten nationaler Parlamente könne, so die These, in der Stärkung von demokratischen Zusammenschlüssen auf transnationaler Ebene liegen.
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Thema: Deutschland im Energiewandel

Der Entwicklungspfad zur klimafreundlichen Energieversorgung
Das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ präsentiert Vorschläge

36 Umbach Khlstein Jagdwagen Im September 1897 präsentierte die Firma Kühlstein diesen Jagdwagen als elektrisches Fahrzeug auf der ersten Internationalen Automobil-Ausstellung in Berlin. Foto: Wikimedia CommonsDie Sektorkopplung könnte der Schlüssel für ein klimafreundliches Energiesystem sein. Zu diesem Ergebnis kommt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS), eine Initiative der deutschen Wissenschaftsakademien. In ihrer Stellungnahme „Sektorkopplung – Optionen für die nächste Phase der Energiewende“ fordern acatech, Leopoldina und Akademienunion daher einen klaren Kurswechsel in der Energiepolitik. Deutschland habe in den vergangenen Jahren zwar als „Vorreiter“ in der Energiewende gegolten, so Eberhard Umbach, Mitglied des acatech-Präsidiums und Co-Leiter der ESYS-Arbeitsgruppe „Sektorkopplung“ in einem Gespräch. Die erneuerbaren Energien seien stark ausgebaut und der Grundstein für die Entwicklung klimafreundlicher Technologien gelegt worden. Aktuell sei es hierzulande um die Energiewende aber nicht gut bestellt. Unsere Energieversorgung basiere noch immer zu 80 Prozent auf fossilen Energieträgern. Eine Folge: Die Treibhausgasemissionen verharrten seit Jahren auf hohem Niveau, das Erreichen der Klimaziele rücke in weite Ferne. Notwendig sei ein Umdenken in der Klimapolitik – anders könne die Energiewende nicht gestemmt werden. Daher sollten wir heute beginnen, drastisch umzusteuern; andernfalls werden wir bereits in zehn, ganz sicher aber in dreißig Jahren die Scherben der Klimaschutzpolitik zusammenkehren müssen, so Umbach.
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Call for Papers

Armut und soziale Ungleichheit
Ein Blick auf Deutschland

Die soziale Spaltung der Gesellschaft, die Abstiegsängste der Mittelschicht und die existierende wie drohende Armut einzelner Bevölkerungsgruppen sind Gegenstand öffentlicher Debatten und wissenschaftlicher Analysen, die wir mit unserem neuen Themenschwerpunkt „Armut und soziale Ungleichheit in Deutschland“ aufgreifen wollen. Hierfür erbeten wir Beiträge, die aus verschiedenen Blickwinkeln das Thema näher beleuchten, zum Beispiel: Armutsentwicklung, Ursachen und Folgen von Armut, Wege aus der Armut in Zeiten eines umgreifenden Wandels der Arbeitswelt.
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Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Thema: Energiewandel

Die Energiewende in Deutschland
Ausgewählte Kurzrezensionen

Anhand dieser Auswahl lässt sich die Geschichte der Energiewende nachvollziehen, die einer Herkulesaufgabe gleicht. Es werden die Faktoren benannt, die zum Ausbau erneuerbarer Energien beitragen – wie etwa die Partizipation von Akteuren –, und die Probleme bei der Umsetzung der Energiewende skizziert. Ganz unterschiedlich fällt die Einschätzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aus: Einerseits wird darin ein internationales Erfolgsmodell gesehen, sodass Deutschland bei der energetischen Umstellung weltweit eine Vorreiterrolle einnehme, andererseits sei es reformbedürftig.
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