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Thema: Die Bundestagswahl 2021

Lotta_Decker_Interview


Strukturprobleme der deutschen Demokratie?
Ein Gespräch zwischen Roland Lhotta und Frank Decker

Dauerbaustellen und rasanter Wandel prägten die politische Landschaft Deutschlands in den letzten Jahren gleichermaßen. Während einerseits die klassischen Volksparteien an Zustimmung verloren und neue Akteure an den politischen Rändern einen Aufstieg erlebten, blieben wichtige Reformen wie die Überarbeitung des Wahlrechts stecken. Die Covid-19-Krise wiederum hat gesellschaftlichen Spannungen neue Dynamiken verliehen und zugleich Fragen bezüglich der Funktionsfähigkeit des Föderalismus genährt. Die Aussage, die deutsche Demokratie stecke in einer Krise, ist daher schnell bei der Hand. Aber inwiefern stimmt diese Diagnose?


Wir haben die Bundestagswahl und die Regierungsbildung zum Anlass genommen, um mit Frank Decker und Roland Lhotta über Strukturprobleme der deutschen Demokratie zu sprechen, also über solche, die sich aus der Architektonik des politischen Systems der Bundesrepublik ergeben. Entstanden ist ein intensiver Dialog zwischen den beiden Professoren für Politikwissenschaft, in dem sie Bruchstellen im derzeitigen politischen Gefüge aufzeigen, aber auch auf Stellschrauben für positive Entwicklungen hinweisen.

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Thema: Die Bundestagswahl 2021

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#Nachgefragt!BTW21 Rückblick und Ausblick
Unsere Kurzinterview-Reihe zur Bundestagswahl in Runde 2

Vor der Bundestagswahl baten wir Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler*innen um kurze Statements zu den Themen der Bundestagswahl: Welche Themen werden die Wahl prägen? Welche werden zu kurz kommen? Nach der Bundestagswahl wollten wir erneut ihre Einschätzung hören: Ist der Wahlkampf so verlaufen, wie erwartet? Vor welchen Aufgaben sehen sie die Politikwissenschaft in der nächsten Wahlperiode? Hier gibt es die Antworten. (lz)

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Thema: Die lange Transformation

RechtUndPolitik

Markus Ludwigs und Stefanie Schmahl (Hrsg.) 

30 Jahre Deutsche Einheit
Angleichungen und Divergenzen

Eine Rezension von Michael Kolkmann

„Wir sind ‚noch längst nicht so weit, wie wir sein sollten. Aber zugleich sind wir viel weiter, als wir denken“. Diese Aussage des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Herbst 2020 diene als übergeordnetes Motto des von Markus Ludwigs und Stefanie Schmahl edierten Themenheftes, so Rezensent Michael Kolkmann. Letzterer hält die Publikation für ein „wichtiges Kompendium wissenschaftlicher Perspektiven auf das Erbe von 30 Jahren deutsch-deutscher Transformationsgeschichte“. Innerdeutsche Angleichungsprozesse sowie fortbestehende Divergenzen in vielen Bereichen werden aus mannigfachen Blickwinkeln analysiert und diskutiert. Dazu zähle etwa die Arbeit der Treuhandanstalt, deren Einschätzung zwischen „‚Erfolgsgeschichte‘“ und „‚Totengräber der ostdeutschen Wirtschaft‘“ changiere. Aufgrund abweichender Sozialisationserfahrungen vor 1990 sowie der unterschiedlichen sozioökonomischen Deprivation nach der Einheit seien noch immer graduelle Divergenzen zwischen ost- und westdeutscher Gesellschaft erkennbar. (ste)

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Thema: China und die globalisierte Welt

Nele Nosselt: Chinese Politics
National and Global Dimension
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Eine Rezension von Rainer Lisowski

Nele Noesselt will in die Politik Chinas einführen, so Rezensent Rainer Lisowski. Damit meine sie nicht nur das Regierungssystem im engeren Sinne, sondern auch die innenpolitischen Schwerpunktthemen und die außenpolitische Positionierung der Volksrepublik im frühen 21. Jahrhundert. Ergeben habe sich eine „Lehrbuchmischung aus China Studies und Politikwissenschaft“. Das chinesische politische System sei aus Sicht Noesselts durch einen ausgesprochenen Lernwillen geprägt; erklärtes Ziel von Staat und Partei sei es, das Land inkrementell und experimentierfreudig den sich ständig verändernden Situationen anzupassen. (ste)


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Die Annotierte Bibliografie


Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Erfasst ist damit die politikwissenschaftlich relevante Fachliteratur mit deutscher ISBN. Die erweiterte Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu zahlreichen  ausgewählten Themen aus verschiedenen Politikbereichen sind außerdem Auswahlbibliografien zusammengestellt.

Thema: Die Bundestagswahl 2021

Große Koalitionen als Motoren der politischen Polarisierung?
Das Beispiel Deutschland in den Jahren 2004 bis 2018

Eine Analyse von Oscar Gabriel

Hat die Große Koalition zu einer politischen Radikalisierung beigetragen? Oscar Gabriel untersucht diesen oft geäußerten Verdacht. Hierfür stützt er sich auf die Daten des European Social Survey und der German Longitudinal Election Study für die Jahre 2004 bis 2018. So können u. a. Veränderungen bei der Selbsteinstufung der Wähler und bei ihrer Teilnahme an außerparlamentarischen Protesten berücksichtigt werden. Gabriel unterstreicht, dass sich zwar Radikalisierungsprozesse zeigen ließen, eine „systematische Beziehung zwischen dem Amtieren einer Großen Koalition“ und einer Polarisierung der Bevölkerung aber nicht feststellbar sei. (lz)
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