Portal für Politikwissenschaft

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Einführung

Meta-Ticker Bundestagswahl 2017
Analysen, Kommentare, Berichte

Das Portal für Politikwissenschaft begleitet das Geschehen rund um die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag am 24. September 2017 mit Informationen aus Thinktanks, Medien und Universitäten. metaticker schmal1kreuzWelche Themen und Personen bestimmen den Wahlkampf, wie sehen die Mobilisierungsstrategien der Parteien aus, welche Prognosen werden abgegeben? Welche Bedeutung spielt die Debatte um das Wahlrecht, die Mandatsverteilung und die Größe des Bundestages? Welche übergreifenden Themen werden von der Politikwissenschaft mit Blick auf die Bundestagswahl aufgegriffen und zur Diskussion gestellt? In fünf Rubriken – Aus der Wissenschaft, Aus den Medien, Aus den Fachzeitschriften, Vortragsreihen und Digirama – stellen wir in Kurzformaten Analysen, Kommentare und Berichte aus der Wahl- und Parteienforschung vor und weisen auf einschlägige Literatur, Dossiers oder Veranstaltungen hin.

Daneben veröffenltichen wir Beitrage, die die Bundestagswahl entweder direkt tangieren oder sie zum Anlass für grundsätzliche Analysen nehmen. Hendrik Träger und Alexandra Neumann blicken auf das Wahlthema Asyl-, Migrations- und Integrationspolitik und stellen die Postionen der Parteien in ihren Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2017 einander gegenüber. Wolfgang Zeh setzt mit den Umgangsformen im Parlament auseinander und Roman Maria Koidl erörtert, warum der Wahlkampf im Zeitalter der digitalen Revolution mit Scheinrealtitäten auszukommen scheint. In zwei Rezensionen stellen wir Bücher zum Thema Berichterstattung über Wahlen vor: Kerstin Reinisch fragt, inwieweit die Berichterstattung über den deutschen Wahlkampf entpolitisiert ist und in dem Sammelband von Thorten Faas et. al. geht es unter anderem und die Auswirkungen von Umfragedaten auf die Wahlentscheidung. Ein Blick zurück auf die Bundestagswahl 2013 bietet der Band der traditionellen „blauen Reihe“ von Harald Schoen und Bernhard Weßels. Rainer-Olaf Schultze befasst sich in seinem Vortrag mit den Konjunkturen politischer Beteiligung. Im Rückblick auf vergangene Wahlen zeigt er die Ströme der Wählerwanderungen auf und fragt nach Motiven für die Nicht-Wahl sowie nach Formen und Funktion direkter Beteiligung. Mit den Wahlergebnissen vom 24. September 2017 setzt sich Oscar W. Gabriel auseinander. Er bietet erste Erklärungen für das schlechte Abschneiden der beiden Volksparteien und deutet im Kontrast dazu die Motive der AfD-Wähler. Wie es zu dem dramatischen Wahlergebnis kommen konnte, untersucht Elmar Wiesendahl mit Blick auf die Akteursseite. Er rückt das operative und konzeptionelle Geschäft der SPD und der CDU/CSU in den Mittelpunkt und zeigt, welche strategische Lehren aus dem Wahlkampf zu ziehen sind. In einem weiteren Kommentar blickt Gabriel auf das Scheitern der Jamaika-Sondierungen, erläutert Vorzüge und Probleme der verschiedenen möglichen Regierungsbündnisse und rückt eine schwarz-grüne Minderheitsregierung, toleriert von der FDP, in den Fokus. Sven Jochem hingegen erteilt der Option einer Minderheitsregierung eine klare Absage. Die Erfahrungen aus den skandinavischen Ländern belegen, dass das Regieren ohne Mehrheit nicht das Parlament, sondern lediglich die Opposition stärkt. Einen Praxistest erfährt diese Option nicht; fast 6 Monate nach der Bundestagswahl wurde der Weg frei für eine erneute Große Koalition. Oscar W. Gabriel blickt in seinem Essay auf die längste Phase der Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik zurück und zeigt auf, was von der neuen großen Koalition zu erwarten ist. Mit den enormen Veränderungen des deutschen Parteiensystems und der tiefe Sinnkrise der etablierten Parteien setzen sich die Autor*innen des Sammelbandes von Sebastian Bukow und Uwe Jun „Parteien unter Wettbewerbsdruck“ auseinander, den Stephan Klecha vorstellt.

Verfasst von:

Anke Rösener

Erschienen am:

1. Juni 2017

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