Marcus Mey

Regionalismus in Großbritannien - kulturwissenschaftlich betrachtet

Berlin: Duncker & Humblot 2003 (Schriften zum Internationalen Recht 137); 392 S.; 96,- €; ISBN 3-428-11027-7
Rechtswiss. Diss. Bayreuth; Gutachter: P. Häberle. - Mit der neuen Mehrheit der Labour-Partei wurde 1997 in Großbritannien ein Prozess möglich, der vielen unnötig erschien: dem Unterhaus wurden die Flügel gestutzt, die „Devolution" wurde handgreiflich. 1998 kam es in London zu dem Beschluss, in Edinburgh, Belfast und Cardiff Regionalparlamente einzurichten. Diesen Prozess der Regionalisierung möchte Mey mit dem so genannten kulturwissenschaftlichen Ansatz seines Doktorvaters Peter Häberle aufhellen. „Texte aus dem Kulturbereich [...] werden Verfassungs- und Gesetzestexten chronologisch gegenübergestellt und auf ihre Wechselwirkung hin untersucht." (26) Dabei nimmt der Autor sowohl eine innerbritische als auch eine europäische Perspektive ein und behandelt einen Zeitraum, der im Einzelfall im 13. Jahrhundert mit der Magna Charta beginnt. Im Ergebnis stellt Mey eine Regionalstruktur vor allem im Hinblick auf Schottland und Wales fest (Nordirland wird in einem Exkurs behandelt), ohne bereits einen Föderalstaat auszumachen. Interessanterweise ist die Europäische Union mit ihrem Regionenkonzept für die Entwicklung mitentscheidend gewesen.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.61 | 2.21 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Marcus Mey: Regionalismus in Großbritannien - kulturwissenschaftlich betrachtet Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, http://pw-portal.de/rezension/21176-regionalismus-in-grossbritannien---kulturwissenschaftlich-betrachtet_24705, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24705 Rezension drucken

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