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/ 21.06.2013

Unravelling the Baltic Sea Conundrum

Carmen Gebhard

Unravelling the Baltic Sea Conundrum. Regionalism and European Integration Revisited

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2009 (Nomos Universitätsschriften: Politik 164); 279 S.; brosch, 44,- €; ISBN 978-3-8329-4084-3
Politikwiss. Diss. Wien. – Einem komparativen Ansatz folgend, untersucht die Autorin den Regionalismus in der Ostseeregion. Dort bildete sich im Laufe der 90er-Jahre eine Vielzahl von Initiativen und Organisationen. Dies führte in der Region zu einer besonders hohen Dichte an regionalen Strukturen, die sich zu einem engen Netzwerk kooperativer Abmachungen entwickelten und die sich alle mit dem Begriff „baltisch“ kennzeichnen lassen. Am Beispiel Schwedens und Finnlands illustrie...
Carmen Gebhard

Unravelling the Baltic Sea Conundrum. Regionalism and European Integration Revisited

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2009 (Nomos Universitätsschriften: Politik 164); 279 S.; brosch, 44,- €; ISBN 978-3-8329-4084-3
Politikwiss. Diss. Wien. – Einem komparativen Ansatz folgend, untersucht die Autorin den Regionalismus in der Ostseeregion. Dort bildete sich im Laufe der 90er-Jahre eine Vielzahl von Initiativen und Organisationen. Dies führte in der Region zu einer besonders hohen Dichte an regionalen Strukturen, die sich zu einem engen Netzwerk kooperativer Abmachungen entwickelten und die sich alle mit dem Begriff „baltisch“ kennzeichnen lassen. Am Beispiel Schwedens und Finnlands illustriert Gebhard das Agieren politischer Akteure zwischen regionalen Interessen einerseits und als Mitglieder der Europäischen Union andererseits. Eine ihrer Annahmen lautet: „[...] the political development in the BSR [Baltic Sea Region] is of decisive importance for the development of the European project“ (16). Sie führt aus, dass die EU zwei Möglichkeiten hat, um Einfluss im Ostseeraum auszuüben: Sie kann sehr allgemein agieren, z. B. durch die Setzung eines breiten normativen Rahmens, und so als „Disziplinarmacht“ in Erscheinung treten. Oder die EU kann unmittelbar aktiv werden, indem sie Instrumente für konkrete Politikfelder oder Regionen zur Verfügung stellt. Ersteres trifft nach Gebhard weitaus häufiger zu. Zum Versuch der europäischen Außenpolitik mit dem Projekt der „Nördlichen Dimension“ Einfluss zu gewinnen, stellt sie fest: „the EU Northern Dimension does not appear to […] form a genuine framework in terms of an overarching policy structure that actually helps to pool the instrumental resources employed in the region“ (112). Jedoch identifiziert die Autorin nicht nur Defizite der EU, sie betont auch: „Sweden and Finland do not agree on the most basic aspects of both European and regional cooperation“ (150). Während die finnische Position zur EU eher affirmativ sei, sei die schwedische Politik eher durch weitestgehende Reserve gekennzeichnet. Dies liege, so Gebhard, daran, dass Schweden den Weg bilateraler Verhandlungen vorziehe, auch weil es Finnland misstraue und so eine dauernde Situation „softer Konkurrenz“ entstanden sei.
Timo Lüth (TIL)
Student, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 4.54.222.613.6 Empfohlene Zitierweise: Timo Lüth, Rezension zu: Carmen Gebhard: Unravelling the Baltic Sea Conundrum. Baden-Baden: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30298-unravelling-the-baltic-sea-conundrum_35953, veröffentlicht am 24.03.2009. Buch-Nr.: 35953 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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