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/ 21.06.2013

Sweden – Austria: Two Roads to Neutrality and a Modern Welfare State

Oliver Rathkolb (Hrsg.)

Sweden – Austria: Two Roads to Neutrality and a Modern Welfare State

Wien/Berlin: Lit 2008 (Austria: Forschung und Wissenschaft. Politikwissenschaft 4); 164 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-1311-6
Konzentriert auf die Veränderungen seit dem Ende des Kalten Kriegs untersuchen die Autoren komparativ die Bereiche der Sozialpartnerschaft, der Wohlfahrt, der Wirtschafts- und der Neutralitätspolitik Schwedens und Österreichs. Einführend erläutert der Herausgeber, dass eine lange Tradition enger österreichisch-schwedischer Kooperation seit 1945 bestehe, jedoch einem entschiedenen Defizit in der vergleichenden Forschung zwischen den beiden Ländern abzuhelfen sei. Markus Marterbauer vergleicht die...
Oliver Rathkolb (Hrsg.)

Sweden – Austria: Two Roads to Neutrality and a Modern Welfare State

Wien/Berlin: Lit 2008 (Austria: Forschung und Wissenschaft. Politikwissenschaft 4); 164 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-1311-6
Konzentriert auf die Veränderungen seit dem Ende des Kalten Kriegs untersuchen die Autoren komparativ die Bereiche der Sozialpartnerschaft, der Wohlfahrt, der Wirtschafts- und der Neutralitätspolitik Schwedens und Österreichs. Einführend erläutert der Herausgeber, dass eine lange Tradition enger österreichisch-schwedischer Kooperation seit 1945 bestehe, jedoch einem entschiedenen Defizit in der vergleichenden Forschung zwischen den beiden Ländern abzuhelfen sei. Markus Marterbauer vergleicht die Wirtschaftpolitik der vergangenen dreißig Jahre in den beiden Staaten. Zwar stellt er fest, dass Österreich in Bezug auf das BIP pro Kopf besser als Schweden abschneide, da dessen Hartwährungspolitik besser in die europäischen Rahmenbedingungen passe. Jedoch stellt der Autor heraus: „On the other hand Sweden has been more successful in structural terms, especially concerning its success in reaching a more equal income distribution […] and in the area of innovation and education“ (66). In diesen Bereichen, so Martenbauer, hinke Österreich entschieden hinterher. Den schwedischen Wohlfahrtsstaat in seiner Entwicklung seit den 90er-Jahren untersucht Joakim Palme. Die Debatten infolge der Wirtschaftskrise zu Beginn der 90er-Jahre hätten das schwedische Sozialstaatsmodell letztlich nur gestärkt, so der Autor. Seit der Jahrtausendwende ist in Schweden nach Palme jedoch zu beobachten, dass das Vertrauen in den Staat leicht zurückgegangen sei. Überraschenderweise stellt er fest: „Faith in private alternatives, however, does not appear to have increased“ (75). Für die Politik der Bündnisfreiheit Schwedens seit 1945 zieht Anders Mellbourn das Fazit: „As the current case of Sweden shows […], the policy doctrine is at least formally intact“ (141). Interessant ist, dass Rathkolb in seinem Aufsatz zwar auch die Wichtigkeit der Neutralität für die Österreicher unterstreicht, jedoch diese infolge ihrer Nationalidentität eher dazu tendierten, eine gemeinsame Verteidigungs- und Sicherheitspolitik zu akzeptieren. Der Band geht auf eine bilaterale Konferenz im November 2003 in Stockholm zurück.
Timo Lüth (TIL)
Student, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.22.42.612.2624.22 Empfohlene Zitierweise: Timo Lüth, Rezension zu: Oliver Rathkolb (Hrsg.): Sweden – Austria: Two Roads to Neutrality and a Modern Welfare State Wien/Berlin: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29466-sweden--austria-two-roads-to-neutrality-and-a-modern-welfare-state_34883, veröffentlicht am 03.03.2009. Buch-Nr.: 34883 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA