/ 19.06.2013
Thomas Benedikter
Krieg im Himalaya. Hintergründe des Maoistenaufstandes in Nepal. Eine politische Landeskunde
Münster/Hamburg/London: Lit 2003 (Politikwissenschaft 97); 260 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 3-8258-6895-81990 wurde in Nepal erstmals die seit dem 18. Jahrhundert absolute Macht des Königs beschnitten und ein Parlament gewählt. Sechs Jahre später kam es zum Ausbruch eines maoistischen Aufstands, der bis heute andauert und schon mehr als 7.500 Nepali das Leben gekostet hat. Während die schlecht zugänglichen Berggegenden des Landes mittlerweile von den maoistischen Rebellen kontrolliert werden, sind die großen Städte, vor allem Kathmandu, weiterhin das Zentrum der königlichen Macht. In der westlichen Öffentlichkeit wie Wissenschaft ist dieser Krieg nur wenig bekannt beziehungsweise analysiert worden. Der Menschenrechtsaktivist Benedikter füllt daher mit seinem Bericht eine wichtige Lücke. Zwar wird man den Bewertungen des Autors nicht immer folgen wollen, doch er bietet einen Überblick über die wichtigsten Dimensionen dieses verheerenden Konfliktes: die Geschichte der Revolution von 1990, Hinduismus und Kastenwesen, ethnische Zersplitterung, Ineffizienz des demokratischen Regierungssystems, Armut und Hunger, Geschlechterverhältnisse sowie die geopolitische Lage Nepals zwischen China und Indien.
Sebastian Galka (SGA)
Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.68 | 2.25 | 4.22
Empfohlene Zitierweise: Sebastian Galka, Rezension zu: Thomas Benedikter: Krieg im Himalaya. Münster/Hamburg/London: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21443-krieg-im-himalaya_25029, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25029
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Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
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