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/ 20.06.2013
Eric Schlosser

Fast Food Gesellschaft. Fette Gewinne, faules System. Aus dem Amerikanischen von Heike Schlatterer, VerlagsService Mihr

München: Riemann Verlag 2003; 447 S.; 15,- €; ISBN 3-570-50043-8
Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten hat sich die Fastfood-Industrie in den USA zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige entwickelt, inzwischen fließt die Hälfte der Ausgaben für Lebensmittel in Amerika in die Kassen von Fastfood-Restaurants. Diese massenhafte Verbreitung und die daraus resultierende wirtschaftliche Bedeutung der Branche hat Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft: Die landwirtschaftliche Produktion und die Zuliefererbetriebe unterliegen den strengen Vorgaben der großen Fastfood-Konzerne, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter gehören zu den schlechtesten in den USA und die Zusammensetzung sowie die Qualität der verkauften Lebensmittel beeinflusst den Gesundheitszustand breiter Teile der Bevölkerung. Außerdem verfügen die finanzmächtigen Konzerne aufgrund ihrer Lobbyarbeit über erheblichen politischen Einfluss. Der Autor deckt diese Zusammenhänge auf und gibt einen detaillierten Überblick über Geschäftspraktiken, Marketingstrategien und Vertragsstrukturen der Branche. Er zeichnet die Entstehungsgeschichte wichtiger Fastfood-Ketten nach und schildert Probleme bei der Herstellung der Produkte sowie im Restaurantalltag.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.642.24.432.35 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Eric Schlosser: Fast Food Gesellschaft. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22600-fast-food-gesellschaft_25784, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25784 Rezension drucken
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