/ 21.06.2013
Der schweizerische Königsweg
Franz Jaeger (Hrsg.)
Der schweizerische Königsweg. Bilateral kooperieren – global öffnen
Chur/Zürich: Verlag Rüegger 2006; 128 S.; brosch., 24,30 €; ISBN 978-3-7253-0845-3Das Büchlein ist der Ertrag einer Tagung des Forschungsinstituts für Empirische Ökonomie der Hochschule St. Gallen (HSG) aus dem Jahr 2005, in welchem Wissenschaftler, Politiker, Diplomaten und Praktiker über Alternativen aus der „isolierten EU-Fixierung der Schweiz“ hin zur globalen „Öffnung nach allen Azimuten“ räsonieren. Gleichwohl schauen die Referenten doch ein wenig wie das Kaninchen auf die sprichwörtliche Schlange. Die Tagung fand kurz vor der eidgenössischen Vol...
Franz Jaeger (Hrsg.)
Der schweizerische Königsweg. Bilateral kooperieren – global öffnen
Chur/Zürich: Verlag Rüegger 2006; 128 S.; brosch., 24,30 €; ISBN 978-3-7253-0845-3Das Büchlein ist der Ertrag einer Tagung des Forschungsinstituts für Empirische Ökonomie der Hochschule St. Gallen (HSG) aus dem Jahr 2005, in welchem Wissenschaftler, Politiker, Diplomaten und Praktiker über Alternativen aus der „isolierten EU-Fixierung der Schweiz“ hin zur globalen „Öffnung nach allen Azimuten“ räsonieren. Gleichwohl schauen die Referenten doch ein wenig wie das Kaninchen auf die sprichwörtliche Schlange. Die Tagung fand kurz vor der eidgenössischen Volksabstimmung über die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitglieder statt. Dementsprechend erörtern die Referenten (selbst-)kritisch das spannungsreiche Verhältnis zwischen (EU-)Bilateralismus und den Chancen eines stärker globalistischen Ansatzes. Schon der erste Beitrag von Hauser zeigt allerdings, dass sowohl die Erwartungen auf Fortschritte bei den WTO-Verhandlungen als auch der Optimismus hinsichtlich eines Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und den USA erkennbar niedriger gehängt werden müssen. In weiteren Aufsätzen sprechen sich die Autoren in unterschiedlicher Qualität für eine strategische Neuorientierung der schweizerischen Außenwirtschaftspolitik aus. Hier überzeugt inhaltlich am meisten der stringente Beitrag des damaligen Economiesuisse-Präsidenten Forster über die Vor- und Nachteile schweizerischen Bilateralismus. Das abschließende Resümee von Bundesrat Blocher wiederholt dessen bekanntes Credo, dass ein EU-Beitritt keine sinnvolle Option sei und dass die Schweiz stattdessen „ihre Stärken nutzen“ müsse.
Burkard Steppacher (BKS)
Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
Rubrizierung: 4.22 | 2.5 | 4.3
Empfohlene Zitierweise: Burkard Steppacher, Rezension zu: Franz Jaeger (Hrsg.): Der schweizerische Königsweg. Chur/Zürich: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27248-der-schweizerische-koenigsweg_31867, veröffentlicht am 16.08.2007.
Buch-Nr.: 31867
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
CC-BY-NC-SA