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/ 20.06.2013

Der neue Generationenvertrag

Helmut Bachmaier (Hrsg.)

Der neue Generationenvertrag. Mit einer Einleitung von René Künzli

Göttingen: Wallstein Verlag 2005; 140 S.; brosch., 14,- €; ISBN 3-89244-984-8
Die Autoren erörtern das Verhältnis der Generationen aus historischer, sozialer und ökonomischer Perspektive. Sie beziehen sich vorwiegend auf die Situation in der Schweiz, in Österreich sowie in Deutschland. Im historischen Vergleich habe sich das Verhältnis zwischen Älteren und Jüngeren deutlich intensiviert, zudem sei die persönliche Beziehung häufig auch qualitativ sehr gut und konfliktarm. Heutige Senioren seien wesentlich belastbarer und aktiver als die früheren Generationen. Die Politik s...
Helmut Bachmaier (Hrsg.)

Der neue Generationenvertrag. Mit einer Einleitung von René Künzli

Göttingen: Wallstein Verlag 2005; 140 S.; brosch., 14,- €; ISBN 3-89244-984-8
Die Autoren erörtern das Verhältnis der Generationen aus historischer, sozialer und ökonomischer Perspektive. Sie beziehen sich vorwiegend auf die Situation in der Schweiz, in Österreich sowie in Deutschland. Im historischen Vergleich habe sich das Verhältnis zwischen Älteren und Jüngeren deutlich intensiviert, zudem sei die persönliche Beziehung häufig auch qualitativ sehr gut und konfliktarm. Heutige Senioren seien wesentlich belastbarer und aktiver als die früheren Generationen. Die Politik sei gefordert, die Rahmenbedingungen so auszugestalten, dass die ältere Generation ihr produktives Potenzial besser entfalten könne. Dabei gehe es insbesondere um die verbesserte Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt und um verstärkte Anreize zu bürgerschaftlichem Engagement. Auch die Wirtschaft habe das ökonomische Potenzial der Älteren noch nicht richtig erkannt, obwohl sie über eine hohe Kaufkraft und eine ausgeprägte Konsumfreude verfügten. Wichtig sei es aber auch, dass die Interessen der mittleren und jüngeren Generationen, die die Hauptlast der Rentenbeiträge zu tragen hätten, angemessener berücksichtigt würden als bisher. Nicht nur die Renten-, sondern auch die Familienpolitik sei ein wichtiger Beitrag zu mehr Generationengerechtigkeit. Die derzeitige Debatte konzentriere sich einseitig auf die Rentenlasten, ohne dabei zu berücksichtigen, dass diesen auch Leistungen bzw. Einzahlungen aus dem Erwerbsleben gegenüberstünden. Letztlich müsse es darum gehen, zu einem konstruktiven Miteinander zu gelangen und keinen nutzlosen Verteilungskampf zwischen den Generationen zu initiieren.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.22.2622.52.42.342 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Helmut Bachmaier (Hrsg.): Der neue Generationenvertrag. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24740-der-neue-generationenvertrag_28589, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28589 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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