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/ 21.06.2013

Das Management multilateraler internationaler Verhandlungen

Ralf Spiller

Das Management multilateraler internationaler Verhandlungen. Eine Untersuchung von UN-Konferenzen zur Verabschiedung internationaler Konventionen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008; 296 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-8329-3616-7
Politikwiss. Diss. Freiburg; Gutachter: J. Rüland, U. Eith. – Spillers Vergleich der Aushandlung des Internationalen Strafgerichtshofs und der UN-Wasserlaufkonvention fußen auf der Überzeugung, dass die Organisations- und Führungsweise multilateraler Verhandlungen mitentscheidend für deren erfolgreichen Abschluss ist. Mit einem detaillierten Analyseraster werden verschiedene Phasen, Akteursgruppen, Koalitionen und Verhandlungstechniken unterschieden, die hierbei relevant sein können. Als E...
Ralf Spiller

Das Management multilateraler internationaler Verhandlungen. Eine Untersuchung von UN-Konferenzen zur Verabschiedung internationaler Konventionen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008; 296 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-8329-3616-7
Politikwiss. Diss. Freiburg; Gutachter: J. Rüland, U. Eith. – Spillers Vergleich der Aushandlung des Internationalen Strafgerichtshofs und der UN-Wasserlaufkonvention fußen auf der Überzeugung, dass die Organisations- und Führungsweise multilateraler Verhandlungen mitentscheidend für deren erfolgreichen Abschluss ist. Mit einem detaillierten Analyseraster werden verschiedene Phasen, Akteursgruppen, Koalitionen und Verhandlungstechniken unterschieden, die hierbei relevant sein können. Als Erfolgsfall fungiert das Statut von Rom, das den IStGH begründete, während die Wasserlaufkonvention zwar verabschiedet, jedoch nicht hinreichend ratifiziert wurde und somit nicht in Kraft trat. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass Kreativität und Kompetenz der Verhandlungsführer, diplomatisches Geschick und Kompromissfähigkeit den Erfolg multilateraler Verhandlungen bedingen. Jedoch ist dieses Ergebnis mit der Anlage der Arbeit natürlich programmiert. Der Fokus auf Faktoren des Verhandlungs-Managements schließt die systematische Erwägung alternativer, struktureller Einflussfaktoren wie Macht- und Interessenlagen aus, sodass die kausalen Schlüsse der Studie noch weiter abgesichert und geprüft werden könnten. Indes, die vorwiegend deskriptive Arbeit richtet sich auch nicht primär an theorieorientierte Forscherinnen und Forscher, sondern möchte vor allem politische Lehren aus der Praxis ziehen, die von Verhandelnden in Ministerien, Organisationen oder NGOs genutzt werden können.
Tine Hanrieder (CTH)
M. A., wiss. Assistentin, Geschwister-Scholl-Institut, LMU München.
Rubrizierung: 4.34.454.41 Empfohlene Zitierweise: Tine Hanrieder, Rezension zu: Ralf Spiller: Das Management multilateraler internationaler Verhandlungen. Baden-Baden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29786-das-management-multilateraler-internationaler-verhandlungen_35283, veröffentlicht am 25.11.2008. Buch-Nr.: 35283 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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