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/ 19.06.2013

Chronos und Ödipus

Barbara Liegl / Anton Pelinka (Hrsg.)

Chronos und Ödipus. Der Kreisky-Androsch-Konflikt

Wien: Braumüller 2004; XII, 204 S.; kart., 21,90 €; ISBN 3-7003-1476-0
Mit dem Rücktritt des stellvertretenden SPÖ-Vorsitzenden und Vizekanzlers Hannes Androsch wurde 1981 offiziell ein Schlussstrich unter einen seit mehreren Jahren ausgetragenen Konflikt zwischen ihm und seinem politischen Ziehvater, dem damaligen Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzenden Bruno Kreisky gezogen. Nach einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit Anfang der 70er-Jahre traten ab Mitte des Jahrzehnts erste Differenzen und Missverständnisse zwischen beiden Politikern auf. Sie eskalierten zu...
Barbara Liegl / Anton Pelinka (Hrsg.)

Chronos und Ödipus. Der Kreisky-Androsch-Konflikt

Wien: Braumüller 2004; XII, 204 S.; kart., 21,90 €; ISBN 3-7003-1476-0
Mit dem Rücktritt des stellvertretenden SPÖ-Vorsitzenden und Vizekanzlers Hannes Androsch wurde 1981 offiziell ein Schlussstrich unter einen seit mehreren Jahren ausgetragenen Konflikt zwischen ihm und seinem politischen Ziehvater, dem damaligen Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzenden Bruno Kreisky gezogen. Nach einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit Anfang der 70er-Jahre traten ab Mitte des Jahrzehnts erste Differenzen und Missverständnisse zwischen beiden Politikern auf. Sie eskalierten zunehmend und führten zu einer vehementen innerparteilichen Debatte und Lagerbildung, die die Partei bis heute prägt. Im ersten Teil zeichnet Liegl den Verlauf und die zentralen Konfliktlinien der Auseinandersetzung aus der Sicht von Zeitzeugen beider Lager nach. Im zweiten Teil interpretiert Pelinka die Vorgänge vor dem Hintergrund der innerösterreichischen und europäischen Entwicklungen. Er will zeigen, dass es sich nicht nur um einen Vater-Sohn-Konflikt und auch nicht nur um einen inhaltlichen politischen Dissens handelte. Vielmehr habe dieser Konflikt auch das Selbstverständnis einer sich selbst als sozialistisch verstehenden Partei berührt, die zunehmend die faktischen Grenzen ihrer eigenen politischen Visionen erkennen musste. Aus dem Inhalt: Barbara Liegl: Der Konflikt: Ablauf und Bewertung aus der Sicht der ZeitzeugInnen (1-86) Anton Pelinka: Chronos und Ödipus: Der Konflikt Kreisky-Androsch in theoretischer und vergleichender Perspektive (87-181)
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.42.222.242.61 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Barbara Liegl / Anton Pelinka (Hrsg.): Chronos und Ödipus. Wien: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21317-chronos-und-oedipus_24882, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24882 Rezension drucken
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