/ 21.06.2013
International Social Power Realignments
Hsiao-Ting Hsu
International Social Power Realignments. East Asia, Europe and North America
Online-Publikation 2008 (http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5925/pdf/HsuHsiao-Ting-2008-05-21.pdf); XII, 158 S.Politikwiss. Diss. Gießen; Gutachter: D. Eißel. – Der Autor untersucht die Praktikabilität des „Power Realignment/Neuausrichtung der Kräfte-“Modells zur Erklärung der stetig wachsenden Spannungen zwischen Ostasien, Europa und Nordamerika. Dafür bedient er sich einer Kombination verschiedener weiterer Theorien. So nutzt Hsu die „Power Realignment“-Theorie, welche auf der wachsenden Bedeutung von operativen, gesellschaftlichen Einheiten fußt, die „Co-Governance&...
Hsiao-Ting Hsu
International Social Power Realignments. East Asia, Europe and North America
Online-Publikation 2008 (http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2008/5925/pdf/HsuHsiao-Ting-2008-05-21.pdf); XII, 158 S.Politikwiss. Diss. Gießen; Gutachter: D. Eißel. – Der Autor untersucht die Praktikabilität des „Power Realignment/Neuausrichtung der Kräfte-“Modells zur Erklärung der stetig wachsenden Spannungen zwischen Ostasien, Europa und Nordamerika. Dafür bedient er sich einer Kombination verschiedener weiterer Theorien. So nutzt Hsu die „Power Realignment“-Theorie, welche auf der wachsenden Bedeutung von operativen, gesellschaftlichen Einheiten fußt, die „Co-Governance“-Theorie sowie schließlich die „Possible Pathways“-Theorie, welche eine Studie dynamischer Balance darstellt. In anderen Worten: Wie und warum verändert sich das internationale Machtgefüge und warum bleibt es im Gleichgewicht? In diese Betrachtungen werden verschiedenste Akteure einbezogen: regionale und supra-regionale Regierungen, Zivilgesellschaften und multilaterale Kooperationen inklusive deren Nebenstellen. Methodisch folgt Hsu einem Dreischritt, indem er zuerst die theoretische Literatur reflektiert, alsdann vergangene und aktuelle Positionen in Ostasien beschreibt und diese schließlich mit politischen Verlautbarungen und der strategischen Ausrichtung der Politik selbst abgleicht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung der veränderten Rolle Ostasiens: „The special attractions and influence result from its special culture, security, economy, and system, causing a new world order“ (4). In der globalisierten Welt, so Hsu, erweise sich eine Kategorie wie Macht als im Kern unverändert, sie brauche jedoch eine verbindende Struktur um zu erscheinen und sei nicht allein quantitativ fassbar: „The paper stresses rethinking past power analyses; power realignment has to go through a long-term communicative process for sharing power“ (65). Der Autor attestiert Ostasien einen Machtgewinn. Darüber hinaus diskutiert er die engeren Verbindungen der EU zu ihren östlichen Nachbarn sowie Bestrebungen Südamerika und die Karibik stärker in die NAFTA zu integrieren. Und obwohl Hsu das Interesse aller Akteure an der Stabilität des internationalen Systems betont, räumt er ein, dass hier unvorhersehbare Spannungen liegen können.
Timo Lüth (TIL)
Student, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 4.5 | 4.1 | 2.68 | 2.64 | 3.1 | 4.3
Empfohlene Zitierweise: Timo Lüth, Rezension zu: Hsiao-Ting Hsu: International Social Power Realignments. 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30390-international-social-power-realignments_36076, veröffentlicht am 26.02.2009.
Buch-Nr.: 36076
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Student, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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