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Debattenbeitrag / 05.05.2026

Zwischen Wissenschaftsfeindlichkeit und „Warum hört niemand auf uns?" – Was kann Politikwissenschaft heute noch leisten?

Muss die Politikwissenschaft stärker das Licht der Öffentlichkeit suchen? Bild: StockSnap/ Pixabay.
Muss die Politikwissenschaft stärker das Licht der Öffentlichkeit suchen? Bild: StockSnap/ Pixabay.

Worin liegt die Rolle der Politikwissenschaft in politisch turbulenten Zeiten und wie kann sie zur demokratischen Resilienz beitragen, ohne sich politisch vereinnahmen zu lassen? Entlang von sieben Leitfragen diskutieren Maximilian Schiffers und Julia Schwanholz (beide Universität Duisburg-Essen) aktuelle Problemstellungen der Politikwissenschaft und laden zur disziplinären Selbstreflexion ein.

Ein Debattenbeitrag von Maximilian Schiffers und Julia Schwanholz

Die Politikwissenschaft sieht sich in den 2020er-Jahren mit einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Extern gerät Wissenschaft unter Druck – durch Desinformation, populistische Angriffe und politisierte Förderentscheidungen bis hin zu Einschüchterung und (Lebens-)Bedrohung einzelner Forschender. Intern drohen Fragmentierung und fehlende Resonanzräume: Teile des Fachs verlieren den Anschluss an öffentliche Deutungsangebote und damit an Sichtbarkeit und Wirkmacht.

Unsere Leitthese: Die Politikwissenschaft ist heute – als analytische, erklärende und mitgestaltende Wissenschaft – notwendiger denn je, wenn sie ihre Rollen als „Wissenschaftlerin“ (theorie- und evidenzbasiert), „Ingenieurin“ (design- und prozessbezogen) sowie „Klempnerin“ (lösungsorientiert und praktisch) reflektiert und zusammenführt. So kann sie im Sinne einer „New Political Science of Democracy" Relevanz stiften und zur demokratischen Resilienz beitragen, ohne sich politisch vereinnahmen zu lassen.

Ausgehend von unserer gemeinsamen Antrittsvorlesung an der Universität Duisburg-Essen diskutieren wir entlang von sieben Fragen: Was soll die Politikwissenschaft leisten? Was sagt das Fach selbst? Wo wird „Relevanz” zum Einfallstor politischer Einflussnahme? Wie lassen sich Rollenbilder produktiv nutzen? Wie reagieren wir auf Wissenschaftsfeindlichkeit und Angriffe? Warum bleiben wir häufig unsichtbar – und wie können wir unsere Resonanz erhöhen? Und schließlich: Warum braucht es die Politikwissenschaft heute (mehr denn je) für demokratische Resilienz? Unser Beitrag versteht sich als Einladung zur fortgesetzten Debatte und zur praktischen Selbstvergewisserung des Fachs.

Was soll die Politikwissenschaft leisten?

Die Politikwissenschaft gliedert sich in Deutschland grundlegend in die vier Teilgebiete Politische Theorie und Ideengeschichte, Internationale Beziehungen, Politisches System der BRD und Vergleichende Politikwissenschaft. International ist diese Logik nicht haltbar, sondern deutlich ungeordneter, ausdifferenzierter und diverser.[1] Auch an vielen deutschen Standorten finden sich heute weitere, teils zeitgenössische politikwissenschaftliche Lehrbereiche. Diese frühzeitig einsetzende Entwicklung wird von Göttrik Wewer bereits Ende der 1980er-Jahre kritisch reflektiert:[2] Für die Leistungsfähigkeit der Politikwissenschaft bewertet er vor allem die methodische Rigorosität und komparative bzw. policy-orientierte Forschung positiv, während er die Abkopplung verwandter Gebiete (Philosophie und Geschichte), einen Mangel an Synthesebereitschaft, normative Abstinenz und die komplizierte Fachsprache als zentrale Schwächen auffasst. Die Gründe dafür sieht er in der fortschreitenden Professionalisierung und Ausdifferenzierung des Fachs, weshalb die Politikwissenschaft ihre eigentliche Berufung – das Gemeinwohl – aus dem Blick verloren hätte, und plädiert in der Konsequenz für empirisch überprüfbare Zeitdiagnosen, die sprachlich weithin zugänglich und öffentlich wirksam sein sollten.[3] Eine Überbetonung der Grundlagenforschung kritisiert in dieser Zeit Eberhard Schütt-Wetschky.[4] Dadurch ginge der Praxisbezug verloren, der die Politikwissenschaft gerade in besonderer Weise ausgezeichnet hätte. Die Politikwissenschaft müsse, so Schütt-Wetschkys Argument, als „Partnerin der Demokratie“ zwar wertneutral bleiben, aber vor allem praktische und normative Probleme lösen.

Über diese Positionierung besteht innerhalb des Faches allerdings bis heute keine Einhelligkeit. Die Debatte zwischen „rigour versus relevance“[5] ist dabei durchaus spannungsreich: Soll die Politikwissenschaft primär methodisch robuste Grundlagenforschung betreiben oder soll sie (auch) aktiv demokratische Werte wie Freiheit und Gleichheit verteidigen? Capano und Verzichelli betrachten diesen Zusammenhang im EU-Kontext und kommen zu dem Schluss, dass „defending certain political values (such as democracy), or whether they should only offer reliable, objective knowledge in public arenas“[6] unklar bleibt. Vielmehr tritt genau hier ein identitärer Konfliktpunkt im Fach hervor, der im Rahmen einer Diskussion über den Leistungsauftrag der Politikwissenschaft genauso auszutragen ist wie die Frage nach der Relevanz.

Was „die“ Politikwissenschaft selbst dazu sagt

Die Debatte um die Rolle der Politikwissenschaft und ihrer Relevanz für Politik und Gesellschaft begleitet die Disziplin seit ihrer Institutionalisierung. Deshalb gibt es einen überaus reichen und fruchtbaren Literaturschatz dazu, auf den wir – ganz nach dem Credo „standing on the shoulders of giants“ – zurückgreifen können.

Die Debatte wurde 2016 durch einen FAZ-Artikel der Kollegen Frank Decker und Eckhard Jesse neu entfacht, in dem sie eine kritische Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen des Faches vornahmen. In dem Artikel attestierten sie der Politikwissenschaft, ein „Fach ohne Ausstrahlung“ geworden zu sein und machten hierfür die zunehmende „Versozialwissenschaftlichung“ der Disziplin verantwortlich. Es folgten zahlreiche Debattenbeiträge[7], unter anderem in einem Schwerpunkt der Zeitschrift für Politikwissenschaft[8], an die eine DVPW-Thementagung („Wie relevant ist die Politikwissenschaft? Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung von Forschung und Lehre“, Dezember 2019) und eine Schwerpunktausgabe von Politikum („Wem nutzt die Politikwissenschaft“[9]) anschlossen.

Auch andere nationale Fachverbände sowie die europäische und internationale Politikwissenschaft führen entsprechende Debatten (zuletzt in einschlägigen Büchern und Special Issues[10]), die nicht nur normative Fragen der Positionierung betreffen, sondern auch empirische Befragungen und Auswertungen beinhalten.

Relevanzbestimmung als Einfallstor für politische Einflussnahme

Anhand des eingangs skizzierten Spannungsfelds zwischen Demokratiebezug und Professionalisierung zeigen sich auch die politischen Abhängigkeiten, in denen Wissenschaft steht. Ausgangspunkt ist die wissenschaftliche Rigorosität als erarbeitete Kompetenz in Pluralität von Theorien und Methoden der Politikwissenschaft.[11] Diese Rigorosität prägt die Rolle der Wissenschaft in der Wissenschaftsfreiheit, die im Grundgesetz Art. 5 (3) garantiert wird. Sie ermöglicht die freie Entscheidung für Wissenstransfer aus der (inner-)wissenschaftlichen Debatte heraus – speziell für Demokratiestärkung – statt eines von außen angetragenen Auftrags. Ein ausdrücklicher Demokratiebezug findet sich im Hochschulrahmengesetz in den Paragrafen 2 und 7.

Medial wurde das Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Politik in einen Themenschwerpunkt im Deutschlandfunk Ende Januar 2026 aufgearbeitet:[12] Während die Bildungsökonomisierung und die Vorstellung einer „entrepreneurial university“ das Fach schon länger begleiten[13], fallen aktuell die Krise der Demokratie und die neue globale Machtpolitik mit ihren Unsicherheiten besonders ins Gewicht. Denn selbst wenn sich die Politikwissenschaft ausdrücklich für die Stärkung der Demokratie ausspricht: Welche Produkte lassen sich in der wissenschaftsinternen Verwertungslogik für Forschung (mit Publikation und Drittmitteln), Lehre und Transfer daraus gewinnen?

Dies hat direkte Konsequenzen für die Frage der Relevanzbestimmung: Wie wird festgelegt, was Relevanz überhaupt bedeutet und wer sie bestimmt? Rainer Eisfeld und Matthew Flinders unterscheiden in ihrem Konzeptband zwei Modi für die Relevanzbestimmung: „scholarly selected relevance“ und „politically selected relevance“.[14]

Als  ersten Typus sehen sie offene Grundlagenforschung mit interner Selektion (Peer-Review) und ohne politische Einflussnahme, die sie exemplarisch für Deutschland an der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) festmachen. Als zweiter Typus steht eine lösungs- und missionsorientierte Anwendungsorientierung mit einem politisch vorgegebenen Themenbereich als Selektions- (und potenzielles Veto-)kriterium, welche sie in Deutschland in den Förderlinien der jeweiligen Ministerien identifizieren. All das hat Konsequenzen für die Rolle der Wissenschaft in der kritischen Politikberatung des “speaking truth to power”, schafft aber auch Raum für kritische Distanz.

Rollenverständnisse für die Politikwissenschaft: Klempnerin, Ingenieurin, Wissenschaftlerin

Pointiert lassen sich drei Rollenverständnisse von Wissenschaft unterscheiden: Wissenschaft als Wissenschaftlerin, Ingenieurin und Klempnerin. Diese Aufteilung stammt ursprünglich aus den Wirtschaftswissenschaften und wurde von Werner Jann jüngst für die Politikwissenschaft aufgegriffen.[15] Er schließt damit an die ironisch gestellte Frage des Bochumer Kollegen Jörg Bogumils an, ob die Politikwissenschaft Angst vor Politikberatung habe.[16]  

Die „klassische“ Rolle der Wissenschaftlerin erschließt Grundlagenwissen mit analytischer Distanz, um sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Rolle der Wissenschaft als Ingenieurin entwirft Reformkonzepte und skizziert die Strukturen und Prozesse zukünftiger, leistungsfähigerer Politik. Gerade die dritte Rolle der Wissenschaft als Klempnerin abseits der traditionellen und prestigeträchtigeren Rollen, die sich aber intensiv um die Umsetzung ihrer Programme und Vorschläge kümmern und direkt einmischen soll, steht zuletzt im Fokus. So forderten die Träger*innen des Nobel-Gedächtnispreises von 2019, Abhijit Banerjee und Esther Duflo vor einigen Jahren, die Wissenschaft müsse sich stärker als Klempnerin verstehen.[17] Im Sinne von „getting their hands dirty“ soll aus direkter Teilnahme an der Umsetzung politischer Programme die wissenschaftlich-analytische Fähigkeit der Wissenschaft gesteigert werden. In dieser transdisziplinären Verzahnung zeigt Duflo auf, dass hieraus auch Publikationen und Drittmittel – im Sinne der Verwertungslogik – gewonnen werden können.

Neben diesen griffigen Idealtypen liefert die Debatte viel empirisches Material über die Verteilung der europäischen Politikwissenschaft auf diese drei Rollen.[18] Im Sinne der Wissenschaft als Ingenieurin lässt sich festhalten, dass 80 Prozent der befragten Politikwissenschaftler*innen gerade nicht im reinen „Elfenbeinturm“ tätig sind, sondern verschiedene Formen von Politikberatung betreiben. Die Zahl ist in Deutschland im Vergleich zu Skandinavien jedoch unterdurchschnittlich. Auch die Wissenschaftler*innen-Rolle mit den Subtypen des “Pure Academic”, “Expert”, “Opinionating Scholar” und “Public Intellectual” beinhaltet verschiedene Ausprägungen von Wissenstransfer.

Diese aktiv eingenommenen Rollen in der Politikberatung und im Wissenstransfer in die Öffentlichkeit führen zwangsläufig dazu, dass Wissenschaftler*innen medial sichtbar – und entsprechend angreifbar werden.

Wissenschaftsfeindlichkeit und Angriffe auf die Wissenschaft

Mit Wissenschaftsfeindlichkeit und Angriffen auf die Wissenschaft beschäftigen sich aktuell zwei Schlüsselpublikationen: „Science under Siege: How to Fight the Five Most Powerful Forces That Threaten Our World“[19] von Michael Mann und Peter Hotez  sowie „Hochschule in der ungesicherten Demokratie“[20] von Justus Henke und Peer Pasternack.

Der prominente Klimawissenschaftler Michael Mann und der Impfstoff-Forscher Peter Hotez blicken auf globale Anti-Wissenschaftskampagnen, in denen durch koordinierte Desinformation und Wissenschaftsfeindlichkeit die politische Krisenbewältigung untergraben werden soll. Die Autoren identifizieren darin ein Netzwerk, das die Wissenschaft aus Profit-, Macht- und ideologischen Gründen angreift. Dies geschieht direkt und indirekt, politisch, finanziell und medial. Anti-wissenschaftliche Bestrebungen verschärfen die existenziellen Bedrohungen, indem sie Furcht, Unsicherheit und Zweifel sähen und so wirksame Gegenmaßnahmen blockieren.

Die im Buch dargelegten Angriffe auf einzelne Wissenschaftler*innen, auf ganze Wissenschaftsdisziplinen und auf Wissenschaftsinstitutionen finden sich so auch in Deutschland, wie Justus Henke und Peer Pasternack belegen.[21] Disziplinäre Angriffe erfolgen auf Klima- und Impfstoffforschung, aber auch auf vermeintliche „Agenda-Wissenschaften“ wie Gender- und Postkoloniale Studien und die Migrationsforschung. Die Autoren zeigen anschaulich einige Kipppunkte des Wissenschaftssystems auf, durch die Wissenschaftsfeinde an der Regierung die Wissenschaftsfreiheit und Hochschulfinanzierung kurz-, mittel- und langfristig einschränken können. Für Deutschland sind bereits einige Fälle von Angriffen auf Wissenschaftler*innen[22] und die Wissenschaftsfreiheit dokumentiert. So kann die Affäre um den Prüfauftrag zu einem möglichen, politisch motivierten Fördermittelentzug im Bundesministerium für Bildung und Forschung 2024 als prominentes Beispiel angeführt werden.[23] Henke und Pasternack erweitern dies um eine ganze Sammlung parlamentarischer Anfragen gegen „unliebsame Disziplinen“. Entsprechende Beispiele umfassen institutionelle und persönliche Angriffe auf die Klimawandel- und Pandemie-Forschung, die die „Science under Siege“-Autoren selbst erlebt und aus dem Kolleg*innenkreis zusammengetragen haben.[24] Doch es gibt auch organisierte Gegenreaktionen, wie die “Stand Up for Science”-Proteste seit 2025 in den USA zeigen, die sich beispielsweise gegen die politische Visavergabe an Forschende durch die zweite Trump-Administration richten.[25]

Das Problem der Unsichtbarkeit: Warum hört niemand auf uns?

Neben Angriffen auf die Wissenschaft und Wissenschaftsfeindlichkeit existiert das subtilere, aber ebenso folgenreiche Problem der gesellschaftlichen Unsichtbarkeit politikwissenschaftlicher Forschung. Sie ist ein altes Phänomen mit neuen Dimensionen: Erstens geht es um die Sprache des Fachs. Hier bemängelte Wewer bereits 1989, dass „Immer mehr Untersuchungsergebnisse der Politikwissenschaft in einer Weise präsentiert [werden], als habe man gar kein Interesse daran, außerhalb der Spezialisten in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden“.[26] Er benennt damit konkret den wachsenden Graben zwischen wissenschaftlicher Fachsprache und öffentlicher Verständlichkeit. Sein Befund scheint heute aktueller denn je, was mit einigen neueren, strukturellen Störfeldern im öffentlichen Diskurs zusammenhängt.

Diese umfassen zweitens die schwierigen Bedingungen der Plattform-Ökonomie. Strukturell schwierig für die Politikwissenschaft sind sie vor allem deshalb, weil in Sozialen Medien stets die laute, schnelle, vereinfachende Aussage gegenüber der nuancierten, methodisch gesicherten Analyse bevorzugt wird. False Balance, also die fälschliche Gleichsetzung von Experten- und Laienmeinungen, „Sofortismus“[27] , also die öffentliche Erwartung sofortiger Antworten selbst auf hochkomplexe Fragen, Sensationalismus und die algorithmische Verstärkung von Extrempositionen erschweren es demnach, mit wissenschaftlichen Ergebnissen – auch wenn sie in gut verständlicher Sprache kommuniziert werden – gegen „gefühlte Wahrheiten“ oder reichweitenstarke Behauptungen durchzudringen. Zwischenzeitlich haben Forschende und wissenschaftliche Einrichtungen auf das Phänomen der wettbewerbsgestressten Ergebnisvermarktung reagiert. So präsentieren viele ihre Ergebnisse zusätzlich zu den in den dafür vorgesehenen Organen auch sozial-medial. Diese Art niederschwelliger Eigenwerbung ist natürlich vollkommen legitim. Allerdings nimmt im Wettbewerb um Sichtbarkeit und zum Zwecke der eigenen Output-Steigerung fatalerweise auch fragwürdige bis unlautere Technikunterstützung zu: „Scientists now are able to bypass traditional publication routes by quickly and easily posting academic papers, scientific data and personal blogs on the internet. Cheats have never had it so easy, able to copy and paste others' electronic information with little more than a mouse-click and claim it as their own”.[28]

Hier zeigt sich drittens eine dramatische neue Herausforderung in massenhaften Plagiaten und KI-generierten Analysen und Beiträgen. Zahlenmäßig explodieren diese Gruppen im Zuge digitaler Transformation. Die Tragweite der Konsequenzen ist allerdings unterschiedlich: Denn im Fall von Plagiaten ist das Problem schon lange bekannt: „Although plagiarism is nearly as old as publishing itself, the difference is that unethical students and scientists now have handy tools for finding information and claiming it as their own”.[29] Ein neueres Phänomen sind massenhafte “Leer-Analysen”, deren wissenschaftlicher Erkenntniswert äußerst gering oder gleich Null ist. Derartige KI-generierte Inhalte simulieren Wissen, ohne methodisch gesicherte und nachvollziehbare Analyseprozesse zu durchlaufen. Zwischenzeitlich überstehen immer mehr von ihnen sogar Peer-Review-Prozesse, die eigentlich zur qualitativen Sicherung eingesetzt werden.[30] In der Reihe „Schattenseiten der modernen Wissenschaft" dokumentiert Sochi[31]  viele Beispiele in einer umfangreichen, kommentierten Literaturliste und zeigt damit, wie KI-Werkzeuge minderwertige, „formelhafte" Publikationen in großem Maßstab fördern („LLM-Garbage" in Fachjournalen). So neigt generative KI regelmäßig dazu, Forschungsergebnisse zu übertreiben oder gar zu verfälschen. Diese Art der epistemischen Überschwemmung mit Pseudowissen verdrängt und entwertet echte Forschung und wissenschaftlichen Fortschritt. Zwar konzentriert sich diese Problematik aktuell noch stark auf naturwissenschaftliche Erzeugnisse, schwappt aber längst schon in die Geistes- und Sozialwissenschaften über und wird damit zur ernsthaften Bedrohung wissenschaftlicher Integrität. Eine realistische Einschätzung von außen, was von Menschen und was von Maschinen erschaffen wurde, wird zunehmend schwieriger und voraussichtlich schon bald unmöglich.

Daher braucht es viertens eine transparente und kritische Auseinandersetzung mit den Qualitätsmaßstäben des eigenen Fachs. Selbstreferentialität ist und bleibt ein schwerwiegender Vorwurf gegenüber der Politikwissenschaft: Das Grundsatzdilemma, um das es im Kern geht, liegt darin, dass die Politikwissenschaft teilweise ihren eigenen Qualitätsmaßstäben unterliegt und deshalb Aussagen über sich selbst immer auch interessengeleitet erscheinen können. Epistemologische Bescheidenheit und interne Qualitätssicherung sind an diesem Punkt keinesfalls nur akademische Tugenden, sondern zentrale Voraussetzungen sowohl für gesellschaftliches Vertrauen in die wissenschaftlichen Leistungen und Erträge als auch für planbare Karrierewege von Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase.

Warum braucht es Politikwissenschaft heute noch (oder sogar mehr denn je)?

Viele der Probleme, die die Politikwissenschaft als Fach heute herausfordern, sind struktureller Natur. Die meisten sind schon seit Jahrzehnten bekannt, einige kamen neu hinzu. Was sich hingegen insgesamt verändert hat, sind Bedingungen und Dringlichkeit. Nach Werner Patzelt bedeutet Wissenschaft, Aussagen hervorzubringen, „die jenen Aussagen an empirischem und logischem Wahrheitsgehalt überlegen sind, welche schon mittels der Fähigkeit des gesunden Menschenverstandes formuliert werden können“.[32] Dieser Anspruch klingt auf den ersten Blick bescheiden, markiert aber den grundlegenden Unterschied zwischen wissenschaftlichen Aussagen – methodisch abgesichert und intersubjektiv überprüfbar – und dem heute allgegenwärtigen – analogen wie digitalen – Meinungsrauschen.

Die Politikwissenschaft muss nicht zwischen Wissenschaftlichkeit und gesellschaftlicher Relevanz wählen. Im Gegenteil: Gerade unter den Bedingungen demokratischer Erosion ist die Unterscheidung zwischen demokratischen Ansprüchen und tatsächlicher Demokratiepraxis eine originär politikwissenschaftliche Leistung, für die keine andere Disziplin in vergleichbarer Weise ausgestattet ist[33]. Der Einsatz für eine methodisch seriöse, öffentlich verständliche und demokratisch engagierte Politikwissenschaft ist ein Beitrag dazu, die Demokratie überlebensfähig zu halten. So wird die „besondere Freiheit und besondere Verantwortung“ der Politikwissenschaft, wie es Sonja Blum und Jens Jungblut unter Rückgriff auf eine Festrede des Bundespräsidenten auf dem DVPW-Kongress 2018 in Frankfurt beschrieben,[34] zu einer besonderen Aufgabe oder gar einer disziplinären Mission des Fachs: Analysen und Verständnisse politischer Prozesse, demokratische Aufklärung und Bürgerkompetenz, wissenschaftliche Politikberatung, Frühwarnsystem, Machtreflexion und Kritik, Lernen aus dem Vergleich, Grundlagenforschung, Vermittlungsleistungen zwischen Politik und Gesellschaft, sowie – vielleicht heute besonders bemerkenswert – die Politikwissenschaft als Friedenswissenschaft können sowohl einzeln als auch zusammengenommen wesentliche Bausteine auf dem Weg zu mehr demokratischer Resilienz sein.

Ausblick: Rolle der (Politik)Wissenschaft für demokratische Resilienz

Was heißt dies für die Wissenschaft und die Rolle der Politikwissenschaft im Speziellen? Ausgangspunkt ist hier die Kritik an „performativer Neutralität“ wie Mann und Hotez[35] sie an den Medien – Stichwort false balance – aber auch in der Wissenschaft kritisieren. Auch Henke und Pasternack stellen klar, dass es gerade kein Neutralitätsgebot in der Wissenschaft gibt, sondern ein Abwägungsgebot gilt.[36] Dass Objektivität als intersubjektive Nachvollziehbarkeit zu verstehen ist, welche auf zahlreichen Wegen erreicht werden kann, ist für Politikwissenschaftler*innen klar, erfordert jedoch Übersetzungsbedarf für den breiteren politischen und gesellschaftlichen Diskurs.

Aus institutionalistischer Perspektive sehen wir als Herausforderung, dass bei Populisten bzw. Wissenschaftsfeinden an der Macht diese gelebten Normen schnell geändert werden können, und deshalb die angesprochenen Kipppunkte der Wissenschaftsfreiheit und Wissenschaftsfinanzierung abgesichert werden müssen. Allerdings können Wissenschaftler*innen dies nicht aus Bordmitteln stemmen. Hierfür braucht es Kapazitäten, etwa im ScienceSupport, der an manchen Universitäten bereits für die Unterstützung von angegriffenen Wissenschaftlern zuständig ist. Nur so kann ein Wissenschaftsverständnis im Sinne von „Scientific Literacy“ in der Gesellschaft gestärkt werden. Denn das Wesen von Wissenschaft liegt nicht in der Gewissheit, sondern in der fortwährenden, zweifelnden Überprüfung. Dass wissenschaftliches Wissen epistemisch immer vorläufig sein muss, wird in der breiteren politisch-gesellschaftlichen Debatte jedoch häufig ausgeblendet. Vertrauen in die Wissenschaft steht am Ende eines Prozesses, muss also erworben werden und kann nicht einfach als gegeben oder als vorhanden angenommen werden: „trust in science is earned, not assumed“.[37]

Dies hat neben der institutionellen Seite auch eine Policy-Dimension: Im Wissens- und Überzeugungsbereich muss es den Akteuren aus Politik, Verwaltung, Medien, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der gesamten Wissenschaft klar sein, dass eine starke Demokratie auf freie Wissenschaft angewiesen ist. Sie ist der Garant für offene Diskurse. Und im Sinne der Scientific Literacy sind Kritik und Zweifel die Mittel der Wahl für Wissensfortschritt und Innovation.

So kann die Politikwissenschaft mit ihrer Expertise zu Politikvermittlung beitragen, die drei (nicht-politikwissenschaftlichen) Forderungen von Mann und Hotez wirksam umzusetzen: als offener und konstruktiver Wissenstransfer, als gemeinsamer Kampf gegen Desinformationen sowie als kollektive Abwehr von Angriffen auf Kolleg*innen. Denn dem zurecht kritisierten Pauschalbekenntnis zu „unserer Demokratie“ mit unkritischer Ausblendung tatsächlicher Probleme und Veränderungsbedarfe liefert die Politikwissenschaft die geforderte Differenzierung demokratischer Ansprüche und gegebener Demokratiepraxis. Dies kann über eine gemeinsam definierte Mission der Politikwissenschaft erfolgen: “We need to capitalize on our intellectual pluralism so as to establish an integrated research agenda capable of offering multifaceted analysis and solutions for the same societal challenges”.[38]

Die Politikwissenschaft kann in Anlehnung an Harold D. Lasswell die Perspektive für eine „New Political Science of Democracy“ schaffen, die auf die zahlreichen großartigen Arbeiten der Gigantinnen und Giganten des Faches zu diesem Thema aufbaut. Sie unterstreicht die Relevanz von intellektuellem Pluralismus, methodischer Rigorosität, aber auch von Lösungsorientierung für die inner-wissenschaftlich identifizierten gesellschaftlichen Herausforderungen. Denn gerade hier hat die Politikwissenschaft ihre originäre wissenschaftliche Expertise. Und wir alle sind aufgefordert zu zeigen, was wir können!


Anmerkungen:

[1] Capano, Giliberto / Verzichelli, Luca (2023): The Fate of Political Scientists in Europe. From Myth to Action, Cham: Palgrave Macmillan, S. 25.

[2] Wewer, Göttrik (1989): Politikwissenschaft und Zeitdiagnose in der Bundesrepublik Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) 46/1989, S. 32–45.

[3] Ebd.

[4] Schütt-Wetschky, Eberhard (1990): Praxisorientierte Politikwissenschaft. Kritik der empirisch-analytischen und behavioralistischen sowie der traditionellen normativen Position, in: Haungs, Peter (Hg.), Wissenschaft, Theorie und Philosophie der Politik. Konzepte und Probleme, Baden-Baden: Nomos, S. 19–62.

[5] Héritier, Adrienne (2016): “Rigour versus Relevance”? Methodological discussions in political science, in: Politische Vierteljahresschrift 57(1), S. 11–26.

[6] Capano, Giliberto / Verzichelli, Luca (2023): a. a. O., S. 145.

[7] Für einen Zwischenstand der Debatte siehe: Marwica, Robin (2020): Wie relevant ist die Politikwissenschaft? Ein kurzer Überblick über die Diskussionsbeiträge einiger Fachvertreter*innen, in: Politikum 6: S (Dezember 2020), S. 76–79.; Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) (2021): Wir über uns: Debatten zum Fach, in: Webseite der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, online unter https://www.dvpw.de/wir/debatten-zum-fach [letzter Zugriff: 20.03.2026].

[8] Fröhlich, Manuel; Korte, Karl-Rudolf; Schirm, Stefan; Vörländer, Hans (2017): Unser Fach Politikwissenschaft, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft 27, S. 49–51.

[9] Massing, Peter; Reuschenbach, Julia (2020): Wem nutzt die Politikwissenschaft?, in: Politikum 6: S (Dezember 2020), S. 1–3.

[10] Eisfeld, Rainer; Flinders, Matthew (Hg.) (2021a): Political Science in the Shadow of the State. Research, Relevance, Deference, Cham: Palgrave Macmillan; Bergem, Wolfgang / Schöne, Helmar (Hrsg.) (2022): Wie relevant ist die Politikwissenschaft? Wissenstransfer und gesellschaftliche Wirkung von Forschung und Lehre. Wiesbaden: Springer VS; Bevir, Mark (2022): A History of Political Science, Cambridge: Cambridge University Press; Brans, Marleen; Timmermans, Arco (2022): The Advisory Roles of Political Scientists in Europe. Comparing Engagements in Policy Advisory Systems, Cham: Palgrave Macmillan; The Fate of Political Scientists in Europe. From Myth to Action, Cham: Palgrave Macmillan; Garzia, Diego; Papadopoulos, Yannis (2024): Introduction to the Debate: How Does Political Science Matter? The Relevance and Impact of the Discipline, in: Swiss Political Science Review 30, S. 181–188; Blair, Alasdair (2025): Why Is Political Science Important in Today’s World?, in: European Political Science 24(3), S. 374–377.

[11] Héritier, Adrienne (2016): “Rigour versus Relevance”? Methodological discussions in political science, in: Politische Vierteljahresschrift 57(1), S. 11–26; siehe auch: Korte, Karl-Rudolf (2020): Kopf oder Zahl? Über Relevanz und Maßstäbe der Politikwissenschaft, in: Politikum 6: S (Dezember 2020), S. 30–35.

[12] Deutschlandfunk (2026a): Wissenschaft und Politik. Was unabhängige Forschung bedeutet, in: Deutschlandfunk (online), 20.01.2026, online unter https://www.deutschlandfunk.de/wissenschaft-politik-haltung-forschung-freiheit-100.html [letzter Zugriff: 20.04.2026].

Deutschlandfunk (2026b): Suche nach Wahrheit. Ab wann Wissenschaft politisch ist, in: Deutschlandfunk (online), 16.01.2026, online unter https://www.deutschlandfunk.de/suche-nach-wahrheit-ab-wann-wissenschaft-politisch-ist-100.html [letzter Zugriff: 20.04.2026].

[13] Eisfeld, Rainer; Flinders, Matthew (2021b): From Deference and the Politicization of Research Funding to a New Politics of Political Science, in: Eisfeld, Rainer; Flinders, Matthew (Hg.), Political Science in the Shadow of the State. Research, Relevance, Deference, Cham: Palgrave Macmillan, S. 323–339.

[14] Flinders, Matthew; Eisfeld, Rainer (2021): Understanding Scholarly Shifts — A Matter of Relevance, in: Eisfeld, Rainer; Flinders, Matthew (Hg.), Political Science in the Shadow of the State. Research, Relevance, Deference, Cham: Palgrave Macmillan, S. 1–31.

[15] Jann, Werner (2025): Klempner, Ingenieure oder Wissenschaftler? – zur Rolle der Verwaltungswissenschaft in der Politikberatung, in: Gräfe, Philipp; Hafner, Jonas; Kastila, André; Süß, Louisa Anna (Hg.), Politik und Verwaltung. Verstehen und Verändern: Festschrift für Jörg Bogumil, Baden-Baden: Nomos.

[16] Bogumil, Jörg (2018): Die Logik der Politikberatung. Analysen am Beispiel der Verwaltungspolitik der Länder, in: Bauer, Michael W.; Grande, Edgar (Hg.), Perspektiven der Verwaltungswissenschaft, Baden-Baden: Nomos, S. 153–182.

[17] Duflo, Esther (2017): The Economist as Plumber." American Economic Review 107 (5): 1–26. DOI: 10.1257/aer.p20171153

[18] Blum, Sonja; Jungblut, Jens (2020): Besondere Freiheit, besondere Verantwortung? Eine empirische Studie zur deutschen Politikwissenschaft in der Politikberatung, in: der moderne staat – dms: Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management 13(2), S. 486–506; Brans, Marleen; Timmermans, Arco (2022): The Advisory Roles of Political Scientists in Europe. Comparing Engagements in Policy Advisory Systems, Cham: Palgrave Macmillan; Jungblut, Jens; Gouglas, Athanassios; Katz, Gabriel; Bandola-Gill, Justyna; Brans, Marleen; Timmermans, Arco; Anderson, Alexandra; Aubin, David; Bakir, Caner; Bino, Blerjana; Bleiklie, Ivar; Blum, Sonja; Bolukbasi, H. Tolga; Flinders, Matthew; Fobé, Ellen; Galanti, Maria Tullia; Kallestrup, Morten; Michelsen, Svein; Molnár, Gábor Tamás; Pattyn, Valérie; Pritoni, Andrea; Real-Dato, José; Squevin, Pierre; Xhindi, Nevila (2024): Out of the Ivory Tower: An Explanation of the Policy Advisory Roles of Political Scientists in Europe, in: European Political Science 23(3), S. 272–296.

[19] Mann, Michael E. / Hotez, Peter J. (2025): Science Under Siege: How to Fight the Five Most Powerful Forces that Threaten Our World. New York: PublicAffairs.

[20] Henke, Justus / Pasternack, Peer (2025): Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Ansatzpunkte zur Stärkung der Resilienz. Halle-Wittenberg: Institut für Hochschulforschung Wittenberg.

[21] Ebd.

[22] Blümel, Clemens (2024): Anfeindungen gegen Forschende. Eine repräsentative Studie des Projektes KAPAZ. Kurzdossier für die Berichterstattung, Hannover: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW); Deutschlandfunk (2025): „Ihr lügt!“ Warum die extreme Rechte der Wissenschaft Ideologie vorwirft, in: Deutschlandfunk (online), online unter https://www.deutschlandfunk.de/ihr-luegt-warum-die-extreme-rechte-der-wissenschaft-ideologie-vorwirft-100.html [letzter Zugriff: 20.04.2026].

[23] FragDenStaat (2024): Wissenschaftsfreiheit. Bildungsministerium stellte Liste für Fördermittelentzug zusammen, in: FragDenStaat (Blog), online unter https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2024/06/bmbf-pruefbitte-fu-berlin-offener-brief/ [letzter Zugriff: 20.04.2026].

[24] Mann, Michael E. / Hotez, Peter J. (2025): Science Under Siege: How to Fight the Five Most Powerful Forces that Threaten Our World. New York: PublicAffairs.

[25] Nowogrodzki, Julian; Basilio, Humberto; Ledford, Heidi et al. (2025): ‘Scientists will not be silenced’: thousands protest Trump research cuts, in: Nature (News), online publiziert 2025; Robles-Gil, Alexa (2025): Thousands gather across U.S. and world in Stand Up for Science events, in: Science (ScienceInsider), online unter https://doi.org/10.1126/science.zutlvx2 [letzter Zugriff: 20.04.2026]; Vergano, Dan (2026): Stand Up for Science protests spread to more than 50 cities, in: Scientific American (online), online unter https://www.scientificamerican.com/article/stand-up-for-science-protests-spread-to-more-than-50-cities/ [letzter Zugriff: 20.04.2026].

[26] Wewer, Göttrik (1989): Politikwissenschaft und Zeitdiagnose in der Bundesrepublik Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) 46/1989, S. 46.

[27] Korte, Karl-Rudolf (2024): Wählermärkte: Wahlverhalten und Regierungspolitik in der Berliner Republik, Frankfurt am Main/New York: Campus.

[28] Stafford, Neil (2010): Science in the digital age, in: Nature 467, S. S19–S21.

[29] Ebd.

[30] O’Grady, Cathleen (2025): Low-quality papers are surging by exploiting public data sets and AI. Paper mills are also likely contributing to “false discoveries”, in: Science (ScienceInsider), 14.05.2025, online unter https://doi.org/10.1126/science.zgawnij [letzter Zugriff: 20.04.2026].

[31] Sochi, Taha (2025): The Dark Sides of Modern Science: Publishing and Dissemination (Part II), in: SSRN (Preprint), online unter https://ssrn.com/abstract=5507278 [letzter Zugriff: 20.04.2026].

[32] Patzelt, Werner J. (2023): Politikwissenschaft: Einführung, Baden-Baden: Nomos, S. 18.

[33] Henke, Justus / Pasternack, Peer (2025): Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Ansatzpunkte zur Stärkung der Resilienz. Halle-Wittenberg: Institut für Hochschulforschung Wittenberg.

[34] Blum, Sonja; Jungblut, Jens (2020): Besondere Freiheit, besondere Verantwortung? Eine empirische Studie zur deutschen Politikwissenschaft in der Politikberatung, in: der moderne staat – dms: Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management 13(2), S. 486–506.

[35] Mann, Michael E. / Hotez, Peter J. (2025): Science Under Siege: How to Fight the Five Most Powerful Forces that Threaten Our World. New York: PublicAffairs.

[36] Henke, Justus / Pasternack, Peer (2025): Hochschule in der ungesicherten Demokratie: Ansatzpunkte zur Stärkung der Resilienz. Halle-Wittenberg: Institut für Hochschulforschung Wittenberg.

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DOI: 10.36206/DB26.01
CC-BY-NC-SA