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/ 21.06.2013

Bei Grüner Gentechnik sehen sie Rot

Alexandra Magiera

Bei Grüner Gentechnik sehen sie Rot. Gen-Food aus Sicht der Verbraucher

Marburg: Tectum Verlag 2008; 86 S.; pb., 19,90 €; ISBN 978-3-8288-9632-1
Diplomarbeit. – „Dem Verbraucher werden durch die Genveränderung neue und bessere Produkte versprochen: Nahrung, die frei von Herz und Kreislauf belastenden Fettsäuren, reicher an Vitaminen und Mineralien ist, sowie Früchte, die nicht matschig werden können“ (14). Aber werden die gentechnisch veränderten Lebensmittel von den Bürgern in Deutschland und in der EU auch akzeptiert? Die Autorin untersucht dies anhand von Verbraucherumfragen, darüber hinaus erläutert sie die Methoden...
Alexandra Magiera

Bei Grüner Gentechnik sehen sie Rot. Gen-Food aus Sicht der Verbraucher

Marburg: Tectum Verlag 2008; 86 S.; pb., 19,90 €; ISBN 978-3-8288-9632-1
Diplomarbeit. – „Dem Verbraucher werden durch die Genveränderung neue und bessere Produkte versprochen: Nahrung, die frei von Herz und Kreislauf belastenden Fettsäuren, reicher an Vitaminen und Mineralien ist, sowie Früchte, die nicht matschig werden können“ (14). Aber werden die gentechnisch veränderten Lebensmittel von den Bürgern in Deutschland und in der EU auch akzeptiert? Die Autorin untersucht dies anhand von Verbraucherumfragen, darüber hinaus erläutert sie die Methoden der Genübertragung und deren rechtliche Grundlagen. Dem Verbraucher soll so ein Leitfaden für oder gegen den Kauf gentechnisch veränderter Produkte an die Hand gegeben werden. Zusätzlich liefert sie einen Überblick über die Argumentationslinien der Debatte zur Verbreitung Grüner Gentechnik. Ihre Studie belegt, dass gentechnische Anwendungen am ehesten akzeptiert werden, wenn ihre Ziele als sozial nutzbringend gelten. Dieses Argument trifft aber nach Ansicht der Mehrheit der Verbraucher, im Gegensatz zu den medizinischen Anwendungen der Gentechnik, nicht auf die Grüne Gentechnik zu. Bei ihr steht eine fehlende Nutzwahrnehmung einem als besonders groß empfundenen Risiko gegenüber. Die Autorin stellt fest, dass in der Bevölkerung tiefe emotionale und ethische Bedenken gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln existieren. Der Möglichkeit einer Erhöhung der Verbraucherakzeptanz durch Information und Aufklärung steht sie skeptisch gegenüber. Da die Grüne Gentechnik ihrer Ansicht nach aber schon sehr weit in unsere Warenwelt vorgedrungen ist, fordert Magiere von der Politik, jeden Verbraucher in die Lage zu versetzen, seine Entscheidung über eine Ernährung mit genveränderten Lebensmitteln selbst treffen zu können. Damit verbunden sei es notwendig, die Kennzeichnungspflicht für mit Grüner Gentechnik erzeugte Lebensmittel auszuweiten.
Marinke Gindullis (MG)
Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.2633.52.343 Empfohlene Zitierweise: Marinke Gindullis, Rezension zu: Alexandra Magiera: Bei Grüner Gentechnik sehen sie Rot. Marburg: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29690-bei-gruener-gentechnik-sehen-sie-rot_35153, veröffentlicht am 03.12.2008. Buch-Nr.: 35153 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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