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/ 05.06.2013
Helga Rittersberger-Tiliç

Vom Gastarbeiter zum Deutschler. Die Rückkehrgemeinschaft in einer türkischen Kleinstadt

Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg 1998 (Potsdamer Studien 7); 344 S.; brosch., 48,- DM; ISBN 3-930850-73-7
Soziolog. Diss. Essen; Gutachter: E. Pankoke, U. Boos-Nünning. - Die Integration türkischer Gastarbeiter in die bundesrepublikanische Gesellschaft ist seit den sechziger Jahren ein beständiges Problem. Als eine Lösung wird immer wieder die Rückwanderung der betroffenen Menschen in die Türkei angesehen. Dort stoßen die Rückkehrer jedoch auch auf Schwierigkeiten bei der Eingliederung, weil ihre Landsleute sie als "Deutschler", also weder ganz Türke noch ganz Deutsche ansehen. In der Studie wird dieses Phänomen am Beispiel türkischer Arbeitsmigranten und ihrer Rückkehridentitäten in einer türkischen Kleinstadt untersucht, wobei im konkreten Fall eine zusätzliche Stigmatisierung der Rückkehrer durch ihre Zugehörigkeit zur alevitischen Glaubensgemeinschaft erfolgte. Da es eine eindeutige wechselseitige Beeinflussung zwischen der ortsansässigen Bevölkerung und den Remigranten gibt, untersucht die Autorin auch die Veränderungen der heimatlichen Kontinuitäten durch die Reintegration.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.422.63 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Helga Rittersberger-Tiliç: Vom Gastarbeiter zum Deutschler. Potsdam: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7926-vom-gastarbeiter-zum-deutschler_10502, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10502 Rezension drucken
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