Skip to main content
/ 11.06.2013
Manfred Rohde

Abschied von den Killing Fields. Kambodschas langer Weg in die Normalität

Bonn: Bouvier Verlag 1999; 241 S.; kart., 29,80 DM; ISBN 3-416-02887-2
Der Titel dieses Buches ist wohl eher als Wunsch denn als Tatsachenbehauptung zu verstehen. Kambodschas langer Weg in die Normalität hat gerade erst begonnen. Die Killing Fields sind noch allgegenwärtig, die Armut nimmt zu und die politische Stabilität ist bestenfalls als fragil zu bezeichnen. Der ehemalige ZDF-Journalist Rohde erkennt noch allenthalben Zeugnisse der barbarischen Gewaltakte, die die Roten Khmer vor 25 Jahren an ihren Landsleuten verübten und deren Folgen das Land bis heute prägen. Er beschreibt die jüngere Entwicklung des Landes vor dem Hintergrund seiner vielfältigen Geschichte und Kultur. Eine Chance für das Land sieht Rohde in der Renaissance des Buddhismus, der Kambodscha über Jahrhunderte prägte und dessen Klöster, Mönche und Laienprediger auch heute wieder der Ausgangspunkt eines Erneuerungsprozesses werden könnten. Das Buch ist in einer sehr verständlichen Sprache geschrieben und wendet sich auch durch seine Aufmachung an eine breite Öffentlichkeit. Man kann ihm nur wünschen, daß die vielen verschluckten Buchstaben am jeweiligen Zeilenende nicht allzu viele Leser vergraulen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.68 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Manfred Rohde: Abschied von den Killing Fields. Bonn: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10955-abschied-von-den-killing-fields_12951, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12951 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA