/ 18.06.2013
Sabine Busse
Europa blickt auf Amerika - und umgekehrt? Die Neue Transatlantische Agenda als Grundlage einer effektiven Partnerschaft
Bonn: Europa Union Verlag 2003 (Münchner Beiträge zur Europäischen Einigung 10); 112 S.; 19,80 €; ISBN 3-7713-0616-7Politikwiss. Magisterarbeit München. - Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts wurde schnell offensichtlich, dass damit auch eine wichtige Klammer der transatlantischen Beziehungen nicht mehr existierte. Konflikte, die bis dahin durch den übergeordneten Konflikt relativiert worden waren, wurden nun immer häufiger tatsächlich ausgetragen. Um die transatlantischen Beziehungen auf ein neues, sicheres Fundament zu stellen, wurde 1990 die Transatlantische Erklärung und 1995 die Neue Transatlantische Agenda verabschiedet. Seitdem finden zweimal jährlich Gipfeltreffen zwischen den USA und der EU statt. Der Beitrag dieser Dokumente zur Neugestaltung der transatlantischen Partnerschaft ist der Gegenstand dieser Studie. Trotz anhaltender transatlantischer Differenzen fällt das Fazit der Autorin positiv aus: Insbesondere die Neue Transatlantische Agenda hat entscheidend dazu beigetragen, die Beziehungen zwischen den USA und der EU zu verbessern. Die Analyse macht deutlich, dass die Strukturen und Ziele der transatlantischen Partnerschaft definiert sind. Es fehlt jedoch gerade nach dem 11. September 2001 der politische Wille, sie in die Tat umzusetzen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.2 | 3.6 | 4.22 | 2.64
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Sabine Busse: Europa blickt auf Amerika - und umgekehrt? Bonn: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19465-europa-blickt-auf-amerika---und-umgekehrt_22629, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 22629
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M. A., Politikwissenschaftler.
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