/ 20.06.2013
Andreas Arnsfeld
Medien - Politik - Gesellschaft. Aspekte ihrer Wechselwirkungen unter dem Stichwort Politainment
Marburg: Tectum Verlag 2005; 186 S.; 24,90 €; ISBN 978-3-8288-8920-0Magisterarbeit. – Trägt das Politainment, also die politische Unterhaltung beziehungsweise die unterhaltende Politik, eine Mitschuld an der zunehmenden Politikverdrossenheit und dem Desinteresse des Bürgers an dieser Entwicklung? Oder ist das Politainment sogar geeignet, den Zugang zur politischen Welt zu ebnen? Der Autor zeigt, wie sich Medien, Politik und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen und welche Folgen aus diesen Wechselbeziehungen erwachsen. Zudem schildert er die vielseitigen Wege und Hindernisse der Politikvermittlung und beschäftigt sich mit den Präsentationsweisen von Politik im Fernsehen. Arnsfeld beschreibt den Prozess der Imagebildung von Spitzenpolitikern sowie die Formen des Politainments anhand von Beispielen aus Fernsehserien, Talkshows, inszenierten Parteitagen und Wahlkämpfen. Das Resultat seiner Analyse lautet, „dass es auf das richtige Maß ankommt. Ein zuviel führt in die Unterhaltungsfalle. Der Bürger reagiert ablehnend, die Wahlchancen des Politikers und der Partei sinken rapide. Ein geeignetes Maß an Politainment hat aber für die drei Systeme Medien, Politik und Gesellschaft positive Aspekte.“ (168) Politische Unterhaltung sei angemessen, wenn sie ihre Chance, ein breit gestreutes Publikum zu erreichen, nicht allein zur Unterhaltung, sondern auch zur politischen Information über Sachverhalte nutze.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.333
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Andreas Arnsfeld: Medien - Politik - Gesellschaft. Marburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25249-medien---politik---gesellschaft_29243, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29243
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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