/ 03.06.2013
Erik Gawel
Zur Politischen Ökonomie von Umweltabgaben
Tübingen: J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1995 (Vorträge und Aufsätze/Walter Eucken Institut 146); 88 S.; brosch., 58,- DM; ISBN 3-16-146508-3Die Durchsetzungsschwäche ökonomischer Politikempfehlungen im Umweltbereich wird mit ökonomischem Instrumentarium untersucht. Die derzeit aussichtsreichste Umweltabgabe sei die Öko-Steuer, die nicht an die Stelle des tradierten Ordnungsrechts trete und gedeckt sei durch unsere Steuerstaatsdoktrin. Außerdem verspreche sie hohe Akzeptanz hinsichtlich ihrer Aufkommensneutralität. In der ökonomischen Theorie täten sich im behandelten Themengebiet erhebliche Theoriedefizite auf. Dennoch sei die Ökonomie als aufklärende Wissenschaft gefordert, die das zunehmend symbolisch werdende Handeln im Umweltbereich kritisch begleiten müsse.
Inhaltsübersicht: I. Die Praxisschwäche umweltökonomischer Instrumente als Herausforderung für die ökonomische Theorie; II. Ansatzpunkte für theoretische Erklärungsmuster: eine strukturierende Problemskizze; III. Polit-ökonomische Ansätze für staatliches Umwelthandeln; IV. Morphologie des Abgabenwiderstandes; V. Die politisch aussichtsreichste Umweltabgabe; VI. Lehren aus der "Widerstandsforschung"; VII. Schlußbemerkungen.
Patricia Bauer (PB)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.261
Empfohlene Zitierweise: Patricia Bauer, Rezension zu: Erik Gawel: Zur Politischen Ökonomie von Umweltabgaben Tübingen: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1731-zur-politischen-oekonomie-von-umweltabgaben_1982, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 1982
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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