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/ 05.06.2013

Psychologie der Umweltpolitik

Reinhard Steurer

Psychologie der Umweltpolitik. Transdisziplinäre Erklärungen der Schwierigkeiten beim Umweltschutz

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998; 254 S.; ISBN 3-631-33054-5
Wie ist es zu erklären, daß angesichts der ökologischen Krise nach wie vor die Umweltpolitik keine adäquaten Strategien zur Lösung der drohenden Probleme entwickelt hat? Diese "aktuelle Diskrepanz zwischen erkannter Notwendigkeit und tatsächlicher Politik" (223) will Steurer aus einer interdisziplinären Perspektive beleuchten. Er fragt nach den psychologischen Mechanismen, welche als Hemmnisse einer konsequenteren Umweltpolitik, aber auch individuellem umweltbewußten Handeln entgegenstehen. Mit ...
Reinhard Steurer

Psychologie der Umweltpolitik. Transdisziplinäre Erklärungen der Schwierigkeiten beim Umweltschutz

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998; 254 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-631-33054-5
Wie ist es zu erklären, daß angesichts der ökologischen Krise nach wie vor die Umweltpolitik keine adäquaten Strategien zur Lösung der drohenden Probleme entwickelt hat? Diese "aktuelle Diskrepanz zwischen erkannter Notwendigkeit und tatsächlicher Politik" (223) will Steurer aus einer interdisziplinären Perspektive beleuchten. Er fragt nach den psychologischen Mechanismen, welche als Hemmnisse einer konsequenteren Umweltpolitik, aber auch individuellem umweltbewußten Handeln entgegenstehen. Mit dieser Vorgehensweise will er zweierlei erreichen: Erstens soll die Problematik der Umweltpolitik analysiert werden; zweitens soll diese Analyse Lösungsmöglichkeiten für eine rationale Umweltpolitik anbieten. Damit fügt Steurer der Debatte um eine Neuorientierung der Umweltpolitik einen neuen Aspekt hinzu. Nicht mehr nur die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie steht im Mittelpunkt - wie in der ökologischen Steuerreform -, sondern gerade die Vereinbarkeit mit individuellen Handlungsdispositionen. Dies gelingt dem Autor, ohne dabei in Abgründe des social engineering abzugleiten, die bei der Behandlung politischer Einflußmöglichkeiten auf psychologische Variablen stets präsent sind. Aus dem Inhalt: 3. Mensch und Umwelt - Skizze einer problematischen Entwicklung; 4. Schwierigkeiten der Umweltpolitik - zwischen Reparatur und Vorsorge: 4.2 Umweltpolitik im Zeitraffer - eine Entwicklungstendenz; 4.3 Klassische Umweltpolitik; 4.4 Die Chance: Ökologischer Umbau der Industriegesellschaften. 6. Psychologische Hemmnisse bei individuellen Verhaltensänderungen und Umweltpolitik: 6.1 Determinanten umweltrelevanten Verhaltens und Handelns; 6.2 Wahrnehmung; 6.3 Kognitive Verarbeitung; 6.4 Werte und Einstellungen; 6.5 Emotionalität; 6.6 Bedürfnis, Motivation und Intention; 6.7 Situationale Bedingungen; 6.8 Verhalten und Handeln; 6.9 Feedback - der Kreis schließt sich. 7. Zwischen Antiutopie und Utopie.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.261 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Reinhard Steurer: Psychologie der Umweltpolitik. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6755-psychologie-der-umweltpolitik_9094, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9094 Rezension drucken
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