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/ 05.06.2013

Die Jahre mit Johannes Paul II

Heinz-Joachim Fischer

Die Jahre mit Johannes Paul II. Rechenschaft über ein politisches Pontifikat

Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 1998; 255 S.; ISBN 3-451-26525-7
Das Buch des seit 1978 für die FAZ tätigen Rom-Korrespondenten gliedert sich in zwei Teile: Eine 20 Jahre umfassende Chronik, die mit dem Drei-Päpste-Jahr 1978 beginnt und 1998 endet. Sie dokumentiert u. a. Texte des Papstes in Auszügen. Der zweite Teil umfaßt eine kritische Würdigung der Amtszeit von Karol Wojtyla, der am 16. Oktober 1978 durch eine Zweidrittelmehrheit der Kardinäle zum Papst erhoben wurde. Fischer würdigt die Rolle Johannes Paul II. als Kirchenführer und bezeichnet ihn als "st...
Heinz-Joachim Fischer

Die Jahre mit Johannes Paul II. Rechenschaft über ein politisches Pontifikat

Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 1998; 255 S.; geb., 39,80 DM; ISBN 3-451-26525-7
Das Buch des seit 1978 für die FAZ tätigen Rom-Korrespondenten gliedert sich in zwei Teile: Eine 20 Jahre umfassende Chronik, die mit dem Drei-Päpste-Jahr 1978 beginnt und 1998 endet. Sie dokumentiert u. a. Texte des Papstes in Auszügen. Der zweite Teil umfaßt eine kritische Würdigung der Amtszeit von Karol Wojtyla, der am 16. Oktober 1978 durch eine Zweidrittelmehrheit der Kardinäle zum Papst erhoben wurde. Fischer würdigt die Rolle Johannes Paul II. als Kirchenführer und bezeichnet ihn als "starken Papst" (214). Er beleuchtet seine Rolle in der Welt und geht auf die hohe Zahl an Reisen des Papstes in alle Erdteile ein. Nicht unerwähnt bleibt sein positives Verhältnis zu den Juden, die Verurteilung des Antisemitismus und der Aufbau diplomatischer Beziehungen des Vatikans zu Israel. Fischer hebt Wojtylas Mitwirken am Zusammenbruch des Kommunismus hervor – insbesondere in Polen. Die positive Grundeinstellung des Autors zu Johannes Paul II. wird zwar deutlich ("[e]in Papst, der vom ersten bis zum 20. Jahr seines Pontifikats stets wie selbstverständlich Papst war, die geistliche Macht ohne Schwanken ausübte und dabei immer äußerst fleißig und unermüdlich arbeitete" [255] oder: "eine menschliche Persönlichkeit" [253]), dennoch kritisiert er ihn: Für die "Wiederholung bestimmter Themen – Abtreibung, Ehe und Familie, Liebe und Geschlechtlichkeit - scheinen nicht zuletzt auch persönliche Fixierungen, Ängste, Vorlieben, auch übertriebene Vorstellungen von Sexualität und Verzicht darauf eine Rolle gespielt zu haben. Das sind Akzentuierungen. Manchmal überflüssige." (246).
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.23 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Heinz-Joachim Fischer: Die Jahre mit Johannes Paul II. Freiburg i. Br./Basel/Wien: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6516-die-jahre-mit-johannes-paul-ii_8834, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8834 Rezension drucken
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