Skip to main content
/ 18.06.2013

Die Gleichheit der Wahl

Michael Wild

Die Gleichheit der Wahl. Dogmengeschichtliche und systematische Darstellung

Berlin: Duncker & Humblot 2003 (Beiträge zum Parlamentsrecht 57); 283 S.; 64,- €; ISBN 3-428-10421-8
Rechtswiss. Diss. Bonn; Gutachter: W. Löwer. - Die Gleichheit der Wahl betrifft die Stimmengewichtung durch ein Wahlsystem insgesamt und durch die Verfahrensbestimmungen eines Wahlrechts. Wild bearbeitet dieses Thema in zwei Teilen: Der erste verfolgt die Wahlgleichheit in ihrer historischen Entwicklung und Diskussion in Deutschland in den Etappen 1815 bis 1914, Weimarer Republik und Bundesrepublik. Der Erfassung von einzelnen Bestimmungen und Kontroversen liegt das Ziel zugrunde, dahinter liege...
Michael Wild

Die Gleichheit der Wahl. Dogmengeschichtliche und systematische Darstellung

Berlin: Duncker & Humblot 2003 (Beiträge zum Parlamentsrecht 57); 283 S.; 64,- €; ISBN 3-428-10421-8
Rechtswiss. Diss. Bonn; Gutachter: W. Löwer. - Die Gleichheit der Wahl betrifft die Stimmengewichtung durch ein Wahlsystem insgesamt und durch die Verfahrensbestimmungen eines Wahlrechts. Wild bearbeitet dieses Thema in zwei Teilen: Der erste verfolgt die Wahlgleichheit in ihrer historischen Entwicklung und Diskussion in Deutschland in den Etappen 1815 bis 1914, Weimarer Republik und Bundesrepublik. Der Erfassung von einzelnen Bestimmungen und Kontroversen liegt das Ziel zugrunde, dahinter liegende Modelle von Wahl freizulegen. Der zweite, systematische Teil legt zunächst den Inhalt der Wahlgleichheit frei, der sich zum Teil allerdings erst ausbuchstabieren lässt, nachdem man das Wesen der Wahl bestimmt hat; denn rechtliche Gleichheit ist immer relativ: was als gleich bzw. ungleich betrachtet wird und so auch behandelt werden soll, ist erst im Hinblick auf ein übergeordnetes Kriterium zu entscheiden. Im Anschluss an den ersten Teil unterscheidet Wild zwei Wahlmodelle, orientiert entweder an dem Entscheidungs- oder an dem Abbildcharakter der Wahl. Insofern kann man auch nicht mit einem „neutralen" Begriff von Gleichheit zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlsystem entscheiden. Zuletzt befragt der Autor einzelne Bestimmungen des Bundeswahlrechts auf ihre Systemkonformität mit dem Abbildungscharakter des Bundeswahlgesetzes, wobei sich keine Dissonanzen ergeben. Auch wenn viele Einzelüberlegungen nicht neu sein mögen, so beansprucht diese schöne Studie für sich, die Gleichheit der Wahl systematisch und dogmengeschichtlich aufgearbeitet zu haben.
Guido Koch (GK)
Dr., Politikwissenschaftler, Qualitätsmanagment, GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften.
Rubrizierung: 2.3322.311 Empfohlene Zitierweise: Guido Koch, Rezension zu: Michael Wild: Die Gleichheit der Wahl. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19136-die-gleichheit-der-wahl_22222, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22222 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA