/ 21.06.2013
Gerrit Linke
Das Instrument der verstärkten Zusammenarbeit im Vertrag von Nizza. Möglichkeiten eines Europas der differenzierten Integration
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2006 (Interdisziplinäre Europa Studien 3); 226 S.; brosch., 42,50 €; ISBN 978-3-631-54781-6Rechtswiss. Diss. Göttingen; Gutachterin: C. Langenfeld. – Zwar ist das im Vertrag von Nizza vorgesehene Instrument der „verstärkten Zusammenarbeit“ in der Praxis noch nicht zur Anwendung gekommen, seine Existenz macht jedoch deutlich, dass Fortschritte im Integrationsprozess der EU zukünftig nicht mehr stets von allen Mitgliedstaaten gleichzeitig erreicht werden können und müssen, so die Meinung des Autors. Vor allem die Heterogenität der Interessen und Leistungsfähigkeit in einer EU von 25 und mehr Mitgliedstaaten unterstreicht die Notwendigkeit und die rechtspolitische Bedeutung differenzierter Integrationsmodelle. Neben einem Überblick über die bisherigen Formen differenzierter Integration in Theorie und Praxis beschäftigt sich Linke im Wesentlichen mit den rechtlichen Voraussetzungen der Gründung und Durchführung einer verstärkten Zusammenarbeit sowie mit deren Auswirkungen auf die Rechtsordnung der EU. Schließlich gibt er einen Ausblick auf die Regelungen der verstärkten Zusammenarbeit im Verfassungsentwurf und zeigt mögliche Anwendungsfelder auf.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.2
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Gerrit Linke: Das Instrument der verstärkten Zusammenarbeit im Vertrag von Nizza. Frankfurt a. M. u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26065-das-instrument-der-verstaerkten-zusammenarbeit-im-vertrag-von-nizza_30316, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30316
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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