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/ 17.06.2013
Torsten Ripper

Vom Vorurteil zur Vernichtung. Hitler und die "Endlösung der Judenfrage"

Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2001 (Studien zu Politik und Wissenschaft); 71 S.; 10,23 €; ISBN 3-87920-470-5
Auch wenn sich kein im engeren Sinne konkreter Aktionsplan zur Verfolgung und Ausrottung der Juden durch die Nationalsozialisten belegen lässt, darf man aus der Tatsache, dass einzelne Aktionen gelegentlich einen improvisierten Charakter aufwiesen, keineswegs schließen, dass die Judenverfolgung insgesamt nicht zielgerichtet und ohne Vorsatz gewesen sei - so die zentrale These des Autors. Diesen Prozess der Entschlussbildung zeichnet Ripper in knapper, fundierter und sehr gut verständlicher Form nach: beginnend mit frühen Schriftstücken Hitlers über dessen Zurückhaltung bei antisemitischen Äußerungen am Anfang seiner Herrschaft, gefolgt von ersten Einschränkungen für die jüdische Bevölkerung und zunehmender Verfolgung bis hin zur "Endlösung". Dies soll deutlich machen, dass die einzelnen Aktionen, die sich gegen Juden richteten, Teil eines Gesamtkonzeptes bildeten. Inhaltsübersicht: 1. Hitlers Antisemitismus; 2. Die antijüdische Politik in Deutschland 1933-1938; 3. Der Weg zur "Endlösung".
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Torsten Ripper: Vom Vorurteil zur Vernichtung. Schwalbach/Ts.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15532-vom-vorurteil-zur-vernichtung_17701, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17701 Rezension drucken
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