/ 17.06.2013
Klaus P. Storkmann
Das chinesische Prinzip in der NVA. Vom Umgang der SED mit den Generalen und Offizieren in der frühen NVA. Eine Dokumentation
Berlin: Verlag Dr. Köster 2001 (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik 1); 187 S.; 25,46 €; ISBN 3-89574-420-4Zwischen 1959 und 1961 gab es in der NVA ein Kuriosum der Militärgeschichte: Generäle, Offiziere usw. wurden dazu verpflichtet, zeitweilig Dienst als einfache Soldaten oder Mitarbeiter in Produktion und Landwirtschaft zu leisten. Ziel dieser als "Chinesische Experimente" oder "Chinesische Erziehungsmethoden" bezeichneten Maßnahmen war es, ein "sozialistisches Bewusstsein" auszubilden, die politische Zuverlässigkeit der Militärführung zu steigern und sie außerdem enger in Kontakt zu den Soldaten zu bringen, um deren Sorgen und Nöte besser zu verstehen. Es ist nicht gerade überraschend, dass die Idee nicht überall auf große Gegenliebe stieß und die praktische Durchführung dieser Maßnahmen nicht immer glückte. Das Buch gibt im ersten Teil einen zusammenfassenden Überblick über den Stand der Forschung zu dieser von der Chinesischen Armee übernommenen Maßnahme und bietet im zweiten Teil eine Auswahl der wichtigsten Dokumente zum Thema.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.314
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Klaus P. Storkmann: Das chinesische Prinzip in der NVA. Berlin: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15544-das-chinesische-prinzip-in-der-nva_17715, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17715
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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