/ 17.06.2013
Stefan C Wolter (Hrsg.)
Bildungsfinanzierung zwischen Markt und Staat
Chur/Zürich: Verlag Rüegger 2001 (Beiträge zur Bildungsökonomie 1); 223 S.; geb., 31,70 €; ISBN 3-7253-0694-XNachfrageorientierte Bildungsfinanzierung, bei der die Anbieter (Schulen) um die (beispielsweise mit Gutscheinen ausgestatten) Nachfrager (Schüler) konkurrieren, soll - so argumentieren ihre Befürworter - die Effizienz und Effektivität des Bildungswesens fördern. Allerdings ist - so die Autoren - im Bildungssektor weder ein rein marktwirtschaftlich ausgerichteter noch ein ausschließlich auf staatliche Elemente setzender Ansatz sinnvoll. Vielmehr gelte es, einen optimalen Mix aus beiden Instrumenten zu finden. Ziel des Buches ist es, einen systematischen und internationale Erkenntnisse verarbeitenden Überblick über die bestehenden empirischen Daten sowie die theoretischen Konzepte zu liefern und damit die Beurteilung von nachfrageorientierten Finanzierungsmodellen zu erleichtern. Das sehr gut verständliche und auch ohne ökonomische Vorkenntnisse nachvollziehbare Buch zielt zwar auf die Schweizer Verhältnisse ab, ist in seinen grundlegenden Aussagen jedoch auch für die deutsche Diskussion von Interesse.
Inhalt: Stefan C. Wolter / Andrea Nagel-Drdla: Nachfrageorientierte Bildungsfinanzierung: Theorie und empirische Evidenz (7-156); Roland Waibel: Wettbewerb im Bildungswesen: eine Anwendung auf das Gymnasium (157-223).
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.263 | 2.5
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Stefan C Wolter (Hrsg.): Bildungsfinanzierung zwischen Markt und Staat Chur/Zürich: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15760-bildungsfinanzierung-zwischen-markt-und-staat_17977, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17977
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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