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/ 18.06.2013
Ulrich Tilgner

Der inszenierte Krieg. Täuschung und Wahrheit beim Sturz Saddam Husseins

Berlin: Rowohlt 2003; 192 S.; geb., 16,90 €; ISBN 3-87134-492-3
Der ZDF-Journalist Tilgner berichtete während des ganzen Irak-Kriegs als einer der wenigen verbliebenen westlichen Reporter aus Bagdad. Seine damaligen Erfahrungen und Eindrücke schildert er in Reportageform. Die damit verbundene subjektive Färbung der Darstellung gibt dem Leser einen unmittelbaren Eindruck von der schleichend zunehmenden Bedrohung, die der herannahende Krieg für die Bevölkerung darstellte. Auch die Angst und die verheerenden Folgen der Bombeneinsätze über Bagdad schildert Tilgner in plastischen Beschreibungen. Seine Perspektive als Augenzeuge, der von wesentlichen Informationen abgeschnitten war, schränkt den analytischen Gehalt des Buchs jedoch stark ein. Zugleich wird deutlich, wie begrenzt der Informationsgehalt der mit viel Aufwand und zeitweise hohem Risiko gesendeten Fernsehberichte während des Krieges doch war.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.414.222.63 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Ulrich Tilgner: Der inszenierte Krieg. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20132-der-inszenierte-krieg_23454, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23454 Rezension drucken
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