Die deutsche Politikwissenschaft und insbesondere die Internationalen Beziehungen haben ein großes Problem in ihrem Umgang mit dem Israel-Palästina-Konflikt und den Kriegen Israels, kritisieren Roy Karadağ und Ana Velasco von der Universität Bremen. Sowohl in den wichtigsten Zeitschriften der IB als auch auf Fachkonferenzen und in der Lehre finde das Thema kaum statt. Hinzu kommt, dass die wenigen öffentlichen Äußerungen von Fachvertreter*innen von Selektivität geprägt seien. Das Ergebnis: Die deutsche Politikwissenschaft ist zu einem zentralen Konflikt dieser Welt nicht nur sprachlos, sondern analytisch schlicht nicht urteilsfähig.