Warum unterstützen Wähler*innen in autoritär regierten Staaten Afrikas Parteien, die ihre Rechte untergraben, oder geben demokratischen Oppositionsparteien ihre Stimme, die kaum Chancen auf politischen Erfolg haben? Natalie Wenzell Letsa untersucht, worauf diese paradoxe politische Loyalität in Wahlautokratien wie Kamerun zurückzuführen ist. Unsere Rezensentin Kressen Thyen lobt die Studie, die Parteizugehörigkeit empirisch fundiert als Ausdruck von sozialer Identität in autoritären Kontexten erforscht und damit wichtige Anschlusspunkte für die vergleichende Autokratieforschung bietet.