Zu viel „klare Haltung“ und militaristische Verengung, zu wenig Regionalexpertise, Differenzierung und Zweifel: Die deutsche Politikwissenschaft hat in ihren öffentlichen Äußerungen zu den Kriegen dieser Welt keine gute Figur abgegeben, kritisiert Klaus Schlichte, Professor für Internationale Beziehungen und Weltgesellschaft an der Universität Bremen. Neben journalistischen und politischen Eigenlogiken macht er auch Veränderungen in den Sozialwissenschaften selbst für die Schieflage verantwortlich. Wie könnte es anders gehen?