Sicherheitskommunikation geht in demokratischen Gesellschaften über bloßes Krisenmanagement hinaus, denn hier sind Fragen von Schutz, Handlungsfähigkeit, Legitimation und gesellschaftliche Selbstbeschreibung verbunden. Daniel Jacobi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Goethe-Universität, zeigt in diesem Debattenbeitrag, warum Sicherheit kommunikativ hergestellt wird, und plädiert in Zeiten permanenter Unsicherheit und überlasteter öffentlicher Wahrnehmung für eine vorrangig reflexive Funktion der Politikwissenschaft in sicherheitspolitischen Diskursen.