/ 03.06.2013
Gertrud Rosa Traud
Optimale Währungsräume und die europäische Integration. Mit einem Geleitwort von Klaus Rose
Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1996 (Gabler Edition Wissenschaft); XVIII, 306 S.; brosch., 98,- DM; ISBN 3-8244-6346-6Wirtschaftswiss. Diss. Mainz; Erstgutachter: K. Rose. - Welche Staaten an der europäischen Währungsunion teilnehmen, hängt von der Erfüllung der im Vertrag von Maastricht festgelegten Konvergenzkriterien ab. Die ökonomische "Richtigkeit" dieses Weges ist jedoch umstritten. Die Autorin untersucht mit Hilfe der "alten" und "neuen" Theorie optimaler Währungsräume die theoretische und empirische Fundierung eines Europas der zwei Geschwindigkeiten. Traud gelangt zu dem Ergebnis, daß sowohl aufgrund der "alten" als auch der "neuen" Theorie optimaler Währungsräume ein Europa der zwei Geschwindigkeiten sinnvoll ist. Ein eindeutiger "optimaler" Teilnehmerkreis läßt sich aufgrund der Unterschiedlichkeit der einzelnen Theorien jedoch nicht ermitteln. Im vergleichsweise leider recht knapp gefaßten dritten Teil der Arbeit geht die Autorin auf die historischen und politischen Besonderheiten der monetären Integration in Europa sowie auf die Rolle der Fiskalpolitik in einer Währungsunion ein. Sie gelangt zu dem Schluß, daß der Teilnehmerkreis der europäischen Währungsunion wesentlich von politischen Erwägungen bestimmt sein wird. Die praktische Bedeutung der verschiedenen theoretischen Ansätze optimaler Währungsräume wird damit relativiert.
Reiner Martin (RM)
M. A.
Rubrizierung: 3.1 | 3.5
Empfohlene Zitierweise: Reiner Martin, Rezension zu: Gertrud Rosa Traud: Optimale Währungsräume und die europäische Integration. Wiesbaden: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2469-optimale-waehrungsraeume-und-die-europaeische-integration_3175, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 3175
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M. A.
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