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/ 04.06.2013
Karl-Werner Brand / Klaus Eder / Angelika Poferl

Ökologische Kommunikation in Deutschland

Opladen: Westdeutscher Verlag 1997; 344 S.; kart., 56,- DM; ISBN 3-531-13152-4
Die Studie untersucht Veränderungen in der Struktur der medialen Berichterstattung und der öffentlichen Kommunikation über Ökologie. Sie interpretiert diese Veränderungen als Folge einer Wiederbelebung des "öffentlichen Raumes" durch soziale Bewegungen - insbesondere durch die Umweltbewegung - in jüngster Zeit. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet die Analyse der "ökologischen Kommunikation" in den Printmedien im Zeitraum 1987 bis 1992. Dazu werden Umfang, Inhalt und Verlauf der Berichterstattung in ausgewählten Tageszeitungen ermittelt und ausgewertet, sowie durch Untersuchungen zur Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über den Reaktorunfall in Tschernobyl und zur Medienresonanz der im Gefolge der deutschen Vereinigung einsetzenden Umweltdebatte über die Beseitigung von Altlasten und Folgeschäden ergänzt. Weiteres Augenmerk legt die Untersuchung auf die Veränderungen der Kommunikations- und Interaktionsstrategien von Umweltbewegung, Wirtschaft und Politik. Unter dem Titel "Inszenierter Dialog" wird der Wandel in der Kommunikationspolitik der Chemie-Industrie anhand ihrer Kampagnen zur Image-Werbung behandelt. Ergänzend dazu analysiert eine Fallstudie die öffentliche Debatte um die Störfallserie bei Hoechst im Frühjahr 1993.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.3412.333 Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Karl-Werner Brand / Klaus Eder / Angelika Poferl: Ökologische Kommunikation in Deutschland Opladen: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5123-oekologische-kommunikation-in-deutschland_6732, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 6732 Rezension drucken
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