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/ 04.06.2013
Jürgen Ritter / Peter Joachim Lapp

Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk. Mit einem Geleitwort von Rainer Eppelmann und einem Beitrag von Ulrich Schacht

Berlin: Ch. Links Verlag 1997; 176 S.; 68,- DM; ISBN 3-86153-140-2
Die innerdeutsche Grenze hat über Jahrzehnte Landschaften, Dörfer und Familien zerschnitten. Mit Betonplattenwänden, Metallgitterzäunen, mit Signaldrähten, Todesstreifen und Hundelaufanlagen, mit Lichtsperren, Wachttürmen, Sperrgräben, zeitweise Minenfeldern und Selbstschußanlagen ist sie bedrückendes Dokument der Gewalt gewesen. Ohne Mauer hätte sich kein Regime in Form einer Eine-Partei-Herrschaft halten können, denn bis zum August 1961 hatten mehr als 3,5 Millionen Flüchtlinge die SBZ/DDR verlassen. Die Mauer ist zum Symbol des Kalten Krieges, zur Teilung Deutschlands, ja Europas geworden. Ritter (Fotos) und Lapp (Text) legen nun erstmals eine präzise recherchierte Dokumentation der erschreckend perfekten deutschen Sperranlage vor. Sie informieren über politische Geschichte, militärische Konzepte und technische Einzelheiten der innerdeutschen Grenze bis hin zur Darstellung einzelner Schicksale, der durch die Mauer besonders Betroffenen, der Flüchtlinge und der Todesfälle. Mit ihrer Dokumentation wollen die Autoren dazu beitragen, die Erinnerung an die Grenze und die mit ihr verbundenen Schicksale wachzuhalten und erhoffen sich verstärkte, öffentliche Aufmerksamkeit, insbesondere für den Aufbau von Museen und Gedenkstätten, für dieses monströse Monument jüngster deutscher Geschichte.
Claudia Bruns (CB)
Dr., Historikerin.
Rubrizierung: 2.3132.37 Empfohlene Zitierweise: Claudia Bruns, Rezension zu: Jürgen Ritter / Peter Joachim Lapp: Die Grenze. Berlin: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3884-die-grenze_5532, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 5532 Rezension drucken
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