/ 11.06.2013
Nicole Laskowski
Welt der Staaten oder Welt der Städte? Der Wandel des Raumbegriffs in der Politischen Geographie
Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2001 (Schriften zur internationalen Politik 2); 291 S.; 89,- €; ISBN 3-8300-0464-8Diss. Braunschweig; Gutachter: U. Menzel, U. Heyder. - Die Autorin versteht die Politische Geografie als „eine Disziplin, die Räume erforscht beziehungsweise räumliche Aspekte zur Erforschung politischer Phänomene heranzieht" (16). Räume sind für sie dabei weit mehr als Territorien, denn sie umfassen unter anderem auch soziale Beziehungsgeflechte zwischen Menschen. Als neue Erscheinungsform auf diesem Gebiet identifiziert sie die globale Stadt und befasst sich mit diesem Phänomen vor dem Hintergrund der zentralen Frage, ob sich die Methode der Politischen Geografie in Abgrenzung zur Geopolitik verändert hat, insbesondere, ob sie weiterhin versucht Räume zu hierarchisieren oder neue Untersuchungsgegenstände annimmt. Die Arbeit basiert jedoch nicht auf eigenen empirischen Forschungen: Laskowski untersucht nicht das Phänomen der globalen Stadt als solches, sondern lediglich die Literatur darüber. Wer sich mit Geopolitik und Politischer Geografie befassen will, findet aber vor allem im Kapitel über die historische Entwicklung der Disziplin eine kompakte einführende Zusammenfassung.
Inhaltsübersicht: 2. Vorkriegstraditionen der Politischen Geographie und Geopolitik; 3. Die neue „Zeitschrift für Geopolitik"; 4. „Space" oder „Cyberspace" - Die neue Politische Geographie; 5. Die Diskussion um die globale Stadt als neuer Raum.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.1 | 4.43 | 4.45 | 2.263
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Nicole Laskowski: Welt der Staaten oder Welt der Städte? Hamburg: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9443-welt-der-staaten-oder-welt-der-staedte_21070, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21070
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M. A., Politikwissenschaftler.
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