/ 11.06.2013
Christoph Enders / Michael Kahlo (Hrsg.)
Toleranz als Ordnungsprinzip? Die moderne Bürgergesellschaft zwischen Offenheit und Selbstaufgabe
Paderborn: mentis Verlag 2007 (fundamenta iuris 6); 267 S.; kart., 42,- €; ISBN 978-3-89785-485-7Toleranz ist in Zeiten zunehmend multikultureller Gesellschaften und des religiösen Fanatismus ein geflügeltes Wort. Zwar ist sie einerseits ein unerlässliches Konzept, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Andererseits besteht die Gefahr, dass sich übertriebene Toleranz zu einem Relativismus ausweitet, der letztlich die Grundlagen der um Toleranz bemühten Gesellschaft gefährdet. In welchem Maße können also moderne bürgerliche Gesellschaften Toleranz zur Grundlage ihres sozialen Konsenses machen? Das Buch vereint historische mit christlich-theologischen und philosophischen Zugängen. So wird ein weiter Bogen gespannt vom Toleranzpatent des österreichischen Kaisers Joseph II. von 1781 über christliche Toleranzbotschaften, die Philosophien Spinozas, Lockes, Lessings und Kants bis hin zu Nietzsches Kritik. Abschließend wird das hochaktuelle Konzept der Toleranz in Abgrenzung zu anderen Institutionen gesetzt, etwa dem Strafrecht.
Carsten Michael Nickel (CMN)
B. A., Politikwissenschaftler, wiss. Hilfskraft, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 5.1 | 5.32 | 5.33 | 5.41 | 2.31
Empfohlene Zitierweise: Carsten Michael Nickel, Rezension zu: Christoph Enders / Michael Kahlo (Hrsg.): Toleranz als Ordnungsprinzip? Paderborn: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9583-toleranz-als-ordnungsprinzip_33888, veröffentlicht am 24.06.2008.
Buch-Nr.: 33888
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B. A., Politikwissenschaftler, wiss. Hilfskraft, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
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