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/ 20.06.2013
Johann Dvořák

Theodor W. Adorno und die Wiener Moderne. Ästhetische Theorie, Politik und Gesellschaft

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2005; 296 S.; brosch., 39,80 €; ISBN 978-3-631-53184-6
Im Werk Adornos haben sich Philosophie, Gesellschaftstheorie und Ästhetik auf spezifische Weise verschränkt. Kunst galt Adorno als gesellschaftliche Produktivkraft, deren Werke ohne philosophische und soziologische Reflexionen nicht angemessen verstanden werden können. Umgekehrt beruhte die Produktivität des Adorno’schen Denkens – und die Prägnanz seiner Sprache – auf einer ästhetischen Qualität, die einen internen Zugang zur Kunst voraussetzt. So hatte der junge Adorno nach seiner Promotion in Philosophie Komposition studiert und war – fasziniert von der Schönberg-Schule – in den 20er-Jahren nach Wien gegangen, um dort diese Studien bei Alban Berg fortzusetzen. Dvořák beschreibt in seiner biografisch angelegten Studie diese Wiener Jahre Adornos – hauptsächlich den Zeitraum von 1925–1937. Dabei entwirft er – immer bezogen auf das Werk Adornos – ein Panorama der radikalen Wiener Moderne, also jener Strömungen in Kunst, Philosophie und Wissenschaften zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die ebenso vom Austromarxismus und dem Wiener Kreis wie von den Arbeiten Freuds, Kraus' und Mahlers geprägt waren.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.465.422.42.23 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Johann Dvořák: Theodor W. Adorno und die Wiener Moderne. Frankfurt a. M. u. a.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25498-theodor-w-adorno-und-die-wiener-moderne_29572, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29572 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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