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/ 11.06.2013
Erhard Stackl

1989. Sturz der Diktaturen

Wien: Czernin Verlag 2009; 303 S.; 21,90 €; ISBN 978-3-7076-0293-7
Für Politikwissenschaftler ist dieses Buch unergiebig, zumal der Titel in die Irre führt: Dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 ist nur das letzte knappe Kapitel gewidmet. Zuvor berichtet der österreichische Journalist Stackl, der für das Nachrichtenmagazin „profil“ in den 80er-Jahren zahlreiche Recherchereisen unternahm, entlang seiner persönlichen Erlebnisse von verschiedenen Protest- und Dissidentenbewegungen, angefangen 1979/80 in Polen. Weiter geht es im Buch mit Beobachtungen in Nicaragua, El Salvador sowie zum Falkland-Krieg und Argentinien. Dann folgen Berichte aus Wien, aus Chile 1988 und wieder aus Wien. Und schließlich erzählt er von Begegnungen und Ereignissen in Budapest und Prag 1989 – alles ohne Fußnoten, sodass nicht immer deutlich wird, welche Passagen aus den Büchern entnommen sind, die im angehängten Literaturverzeichnis stehen. Die inhaltliche Klammer, vor allem die Menschen, die sich nicht unter eine Diktatur unterordneten, in den Mittelpunkt zu stellen, trägt das Buch nicht. Aufgrund der willkürlichen Zusammenstellung, die sich an der Reiseroute des Autors orientiert, ist das Buch insgesamt nicht zu empfehlen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.22.224.12.612.65 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Erhard Stackl: 1989. Wien: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9624-1989_36397, veröffentlicht am 24.07.2009. Buch-Nr.: 36397 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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