/ 05.06.2013
Georg Karl Eichenseer
Staatsidee und Subjektivität. Das Scheitern des Subjektgedankens in Hegels Staatsphilosophie und seine Konsequenzen
Regensburg: S. Roderer Verlag 1997 (Theorie und Forschung 476/Philosophie 31); 577 S.; 108,- DM; ISBN 3-89073-145-7Nach Auffassung von Eichenseer hat die Forschung bislang nicht hinreichend die entscheidende Schwachstelle der Hegelschen Staatsphilosophie erkannt. Diese besteht darin, daß der Anspruch Hegels, eine Philosophie der Freiheit vorgelegt zu haben, an seinen eigenen methodologischen Voraussetzungen scheitert. Der Freiheitsbegriff ist "unhaltbar, weil er nicht dem logischen 'Begriff des Begriffs' entspricht, sondern nur aus der substanziellen Notwendigkeit des 'Wesens' entnommen ist" (11). Diesen Nachweis zu führen, ist das Anliegen der Untersuchung.
Inhaltsübersicht: Einleitung: Die Notwendigkeit der Trennung von theoretischem Anspruch und methodischer Leistung vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Rezeptionen von Hegels Staatsphilosophie - Überblick über "Staatsidee und Subjektivität"; I. Methodisch-metatheoretische Voraussetzungen und staatsphilosophischer Anspruch; II. Das Sacrificium Intellectus des Sittlichkeitsüberganges und die Substanzialisierung des Sittlichkeitsbegriffs; III. Der Einbruch des Begriffs der Subjektivität in der Staatsphilosophie und seine ontologische Kompensation; IV. Das "äußere Staatsrecht" und der Übergang in die Geschichtsphilosophie - Die Apologie des Machtstaates und die Gleichsetzung von Entwicklungsgeschichte und Heilsgeschichte.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Georg Karl Eichenseer: Staatsidee und Subjektivität. Regensburg: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7437-staatsidee-und-subjektivitaet_9899, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9899
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Dr., Politikwissenschaftler.
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