/ 11.06.2013
Christoph Weischer
Sozialforschung
Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2007 (Uni-Taschenbücher 2924); 415 S.; brosch., 24,90 €; ISBN 978-3-8252-2924-5In der empirischen Sozialforschung haben sich bereits vor Jahrzehnten einige Schulen etabliert, die häufig genug die Unterschiede zu den konkurrierenden Schulen betonten. Insofern gab es ein eifriges Nebeneinander. Inzwischen entwickelt sich aber zunehmend ein pragmatisches Verständnis von empirischer Sozialforschung, in dem die Methode aufgrund der zu bearbeitenden Problemstellung ausgewählt und entwickelt wird. In diesem Sinne zielt Weischer „auf eine stärkere Integration der Forschungsperspektiven, die bislang in eher disparaten Welten ausgebildet und praktiziert wurden” (11). Zu diesem Zweck lotet der Autor die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Verfahren aus. Dabei konzentriert er sich auf Forschungsdesigns und Erhebungsverfahren. Zu den unterschiedlichen Analyseverfahren gibt es nur einen knappen Überblick. Der Geschichte der empirischen Sozialforschung hingegen räumt der Autor einen relativ breiten Raum ein. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Zusammenfassung seiner früheren Studie zum „Unternehmen empirische Sozialforschung”. Er möchte die Frage beantworten, was empirische Sozialforschung alles sein kann. Weischer ist eine gut lesbare Einführung gelungen, die angesichts ihres pragmatischen Ansatzes gerade für die Praxis hilfreich ist. Allerdings wäre gerade hierfür eine Fortsetzung, die die Analyseverfahren vertieft, wünschenswert.
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 1.2
Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Christoph Weischer: Sozialforschung Konstanz: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9574-sozialforschung_33283, veröffentlicht am 04.04.2008.
Buch-Nr.: 33283
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Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
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