/ 05.06.2013
Christof Mauch
Schattenkrieg gegen Hitler. Das Dritte Reich im Visier der amerikanischen Geheimdienste 1941-1945
Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999; 448 S.; geb., 49,80 DM; ISBN 3-421-05196-8Geschichtswiss. Habilitationsschrift Köln; Erstgutachter: J. Heideking. - Über zwei Kilometer Aktenmaterial sind in diese Arbeit eingegangen. Damit kann Mauch zu Recht als der beste deutsche Kenner der amerikanischen Geheimdienstaktivitäten im Zweiten Weltkrieg gelten. Und hinter diesen fundierten Kenntnissen steht auch die Darstellung keineswegs zurück. Der Autor schreibt eine spannende Geschichte eines spannenden Kapitels des 20. Jahrhunderts. Er zeigt die Interessen der Hauptakteure auf, die hinter Einrichtung und Auflösung des Office of Strategic Services standen. Anhand ausgewählter Beispiele stellt er die Arbeitsweisen des ersten amerikanischen Geheimdienstes vor. Dabei identifiziert er zwei Hauptinteressen: "Zum einen ging es dem COI und OSS darum, den Krieg durch Schattenoperationen zu verkürzen; zum anderen wollte man die Institution des Geheimdienstes unbedingt über das Kriegsende hinaus retten." (302)
Inhaltsübersicht: I. Voraussetzungen; II. Donovan in der Offensive und Amerikas Weg in den Krieg; III. Wendejahr 1943; IV. Bern - Das große Fenster in die faschistische Welt; V. Medienkrieg und schwarze Propaganda; VI. Penetration of Germany; VII. Götterdämmerung - Zwischen Krieg und Frieden; VIII. Traum vom Wunderkrieg - Das Erbe des OSS.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.64 | 2.312
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Christof Mauch: Schattenkrieg gegen Hitler. Stuttgart: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8010-schattenkrieg-gegen-hitler_10605, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10605
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Dr., Politikwissenschaftler.
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