/ 03.06.2013
Richard Münch
Risikopolitik
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1996; 265 S.; 19,80 DM; ISBN 3-518-28842-3Es handelt sich nicht um eine geschlossene Abhandlung, sondern um eine Zusammenstellung von sieben Einzelbeiträgen, von denen fünf bereits vorab veröffentlicht wurden. Die ersten vier Beiträge sind der Systemtheorie im Anschluß an Niklas Luhmann gewidmet, wobei sich zwei Aufsätze speziell mit der politischen Steuerungsproblematik befassen. Die beiden darauffolgenden Beiträge thematisieren die Regierungsprobleme der Umweltpolitik mit Blick auf die ihr inhärenten Verteilungskonflikte sowie weiterer externer und interner Restriktionen. Im abschließenden Beitrag (Modelle der Risikopolitik) versucht der Autor die Systemtheorie für die sogenannte "Risikopolitik" (gemeint ist die politische Kontrolle technischer Risiken) fruchtbar zu machen. Er untersucht und unterscheidet in diesem Zusammenhang die jeweils dominanten Herangehensweisen der Kontrolle in Deutschland (Synthesemodell), Frankreich (etatistisches Modell), Großbritannien (Kompromißmodell) und den USA (Wettbewerbsmodell).
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.21 | 2.23 | 5.4
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Richard Münch: Risikopolitik Frankfurt a. M.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1212-risikopolitik_1286, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 1286
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Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
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