/ 11.06.2013
Axel Jansa
Pädagogik - Politik - Ästhetik. Paradigmenwechsel um '68
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1999 (Studien zur Bildungsreform 32); 290 S.; brosch., 84,- DM; ISBN 3-631-33088-XErziehungswiss. Diss. TU Berlin. - Die Anfang der 90er Jahre nicht zuletzt mit Bezug auf den Epochenwechsel von 1989 angestoßene "Wertedebatte" in der Pädagogik zeigt vielfältige Rückgriffe auf emanzipatorische Konzepte von '68. Während der Zusammenhang der politischen Ereignisse der ausgehenden 60er Jahre und einem Umdenken in Erziehungsfragen bereits mehrfach nachgewiesen wurde, ist deren Bewertung bis heute umstritten. Die zentrale Fragestellung richtet sich an die nachgeborene Generation: Inwieweit eröffnete die Liberalisierung der Gesellschaft neue Möglichkeiten und Kompetenzen demokratischer Mitbestimmung? Oder beförderte vielmehr die Zerstörung von Werten und Autoritäten die Entwicklung hin zu einer Gemeinschaft egoistischer, konsumorientierter und gewaltbereiter Individuen? Die Studie versucht die Verbindungen zwischen "drei als Paradigmenwechseln identifizierten Umbrüchen" (14) in den Bereichen Pädagogik, Politik und Ästhetik aufzuzeigen und insbesondere deren Einfluß auf die ästhetische Erziehung herauszuarbeiten. Mit der Differenzierung von Phasen und Strömungen soll deutlich werden, "wie wenig sich die Studentenbewegung auf antiautoritäre bzw. marxistische Positionen festlegen läßt" (6).
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 2.35 | 2.37 | 2.313 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Axel Jansa: Pädagogik - Politik - Ästhetik. Frankfurt a. M. u. a.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10374-paedagogik---politik---aesthetik_12267, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12267
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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