/ 21.06.2013
Florian Huber
Meine DDR. Leben im anderen Deutschland. Das Buch zur Fernsehserie
Berlin: Rowohlt 2008; 286 S.; 19,90 €; ISBN 978-3-87134-615-6„Meine DDR“? – Der Autor, promovierter Historiker und Journalist, ist in Nürnberg geboren. Der Titel des Buches ist auch nicht seiner Biografie geschuldet, sondern einer gleichnamigen Fernsehserie. Idee und Konzept stammen von Hans-Jürgen Börner, der u. a. von 1986 bis 1989 ARD-Korrespondent in der DDR war. Im Mittelpunkt der Darstellung steht „die Lebenswirklichkeit der Menschen“: „Was war es, das die DDR zusammenhielt, in der Erinnerung ihrer Bürger und nach dem neuesten Stand der Forschung“ (9 f.)? Basis ist ein Oral-History-Projekt, für das Hunderte von Biografien recherchiert wurden mit dem Ziel, vergleichbare Erfahrungen der DDR-Bürger zu erkunden. Entstanden ist so eine populärwissenschaftliche chronologische Darstellung, in der Daten und Fakten mit persönlichen Erfahrungen verwoben sind. Der Leser erhält einen umfassenden Überblick. Der Tenor in den Aussagen der Zeitzeugen und deren Kommentierung fällt überwiegend systemkritisch aus, nur gelegentlich wird berichtet, dass sich jemand gut in der DDR eingerichtet hatte. Und so ergibt sich aus der Darstellung, die an sich durchaus richtig ist, keine Erklärung dafür, wie die DDR über Jahrzehnte funktionieren konnte.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.314
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Florian Huber: Meine DDR. Berlin: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29673-meine-ddr_35135, veröffentlicht am 25.11.2008.
Buch-Nr.: 35135
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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