Skip to main content
/ 21.06.2013
Wilhelm Berger

Macht

Wien: facultas.wuv 2009 (UTB-Profile: Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte); 115 S.; 10,20 €; ISBN 978-3-8252-3232-0
Von der „Macht der Rede“ in der Antike über Machiavellis „Il Principe“ als Handbuch der Machttechniken bis zur „Macht des Geldes“ und aktuellen Machttheorien im Zeitalter der Globalisierung greift Berger, Sozialwissenschafter und Philosoph an der Universität Klagenfurt, in einem stringenten Überblick sämtliche Schlagwörter auf, die man beim Thema „Macht“ im Sinn haben kann. Obwohl er dafür gewiss einiges sehr verkürzt darstellen muss, ist es dem stupenden Wissen des Autors zu verdanken, dass die Darstellung eines der sozial‑ und geisteswissenschaftlichen Grundbegriffe auf nur knapp 100 Seiten tatsächlich gelingt. Denn Berger rezipiert nicht nur pflichtschuldig die großen Machttheoretikerinnen und ‑theoretiker des 20. Jahrhunderts wie Weber, Arendt oder Foucault, sondern zieht einen roten Faden durch die (europäische) Geistesgeschichte und stellt so „Macht“ – in akkurater Unterscheidung zu „Gewalt“ und „Herrschaft“ – insbesondere mit „Gesellschaft“ in Verbindung. Das politikwissenschaftliche Lesepublikum wird zwar wenig Neues erfahren, bekommt jedoch ein exzellentes Überblicks‑ und Nachschlagewerk zur Hand. Dass jedem ohnehin kurz gehaltenen Kapitel noch eine Zusammenfassung vorangestellt wird, lässt das Buch bisweilen etwas schulmeisterlich erscheinen, mindert aber nicht Bergers Leistung.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 5.12.2 Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Wilhelm Berger: Macht Wien: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30637-macht_36384, veröffentlicht am 24.07.2009. Buch-Nr.: 36384 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA