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/ 17.06.2013
Bernd Meier

Kommunitarismus. Politische Idee, Programmatik und empirische Befunde

Köln: Deutscher Instituts-Verlag 2001 (Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialpolitik 260); 64 S.; 9,20 €; ISBN 3-602-24082-7
Die Kurzstudie stellt ein Zwischenergebnis innerhalb des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderten Projekts "Gemeinsinn" dar. Meier ordnet kommunitaristische Anliegen und Positionen (exemplifiziert in den Schriften Richard Sennetts, Amitai Etzionis oder Benjamin Barbers) in die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen der Globalisierung ein: "Politisches Bestreben ist es nun, nach neuen Politikstilen zu suchen, die die gesellschaftlichen Gruppierungen und den Einzelnen mehr als bisher politisch und sozial einbinden wie auch einen Rückzug des Staates ermöglichen." (8) Dieser These stellt er jedoch eine Reihe von Ergebnissen aus Meinungsumfragen entgegen, nach denen - jedenfalls in Deutschland - keine akute Wende "in Richtung einer wachsenden Isolation des Einzelnen und abnehmenden Gemeinsinns" (53) erkennbar sei. Gleichwohl sei das Problem - auch und gerade als Anfrage an die Wirtschaftspolitik - durchaus erkennbar und artikuliert. Kommunitaristisches Gedankengut habe sich vor diesem Hintergrund fest in den gesellschaftspolitischen Debatten westlicher Demokratien etabliert, was durch eine Analyse von entsprechenden Aussagen der im Bundestag vertretenen Parteien illustriert wird.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 5.432.23 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Bernd Meier: Kommunitarismus. Köln: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15174-kommunitarismus_17243, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17243 Rezension drucken
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