/ 20.06.2013
Rupert Riedl
Kein Ende der Genesis. Wir und unsere Staaten
Wien: Czernin Verlag 2004; 216 S.; pb., 23,- €; ISBN 3-7076-0183-8Diese Abhandlung richtet sich an ein breites Publikum. Darin legt der Autor dar, mit welchen allgemein-menschlichen Grundlagen der Mensch seiner Auffassung nach qua Geburt ausgestattet ist. Anschließend zeigt er auf, in welchem Verhältnis diese Anlagen zur Kultur, zum sozialen Handeln sowie zu sozialen Strukturen stehen. In der Folge geht er auf Fragen der sozialen Ungleichheit ein. Damit will Riedl die biologische und anthropologische Fundierung menschlichen Handelns herausarbeiten. Inzwischen seien - u. a. bedingt durch die Aufklärung - Fortschritte in Richtung auf die Durchsetzung einer humanen Gesellschaft und menschlicher Werte festzustellen. Um diese vor den Folgen eines die menschlichen Lebensgrundlagen zerstörenden Kapitalismus zu schützen, sei ein neuer Gesellschaftsvertrag notwendig. Statt der Versprechungen eines nicht enden wollenden Immer-mehr als Folge der Aufklärung gehe es jetzt um die so genannte „Abklärung“, dass heißt die Einsicht in die Grenzen menschlichen Tuns - sowohl ökonomisch-materiell als auch geistig. Zentrales Instrument dazu sei heute die Durchsetzung von Völker- und Menschenrechten, die sich aus den Gesetzen der Evolution begründen ließen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.42
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Rupert Riedl: Kein Ende der Genesis. Wien: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22648-kein-ende-der-genesis_25841, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25841
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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