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/ 20.06.2013
Werner Veith

Intergenerationelle Gerechtigkeit. Ein Beitrag zur sozialethischen Theoriebildung

Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer 2006 (Forum Systematik 25); 208 S.; kart., 20,- €; ISBN 978-3-17-019320-8
Veith, Assistent am Münchner Lehrstuhl für christliche Sozialethik, widmet sich dem Thema der Generationengerechtigkeit aus primär philosophisch-sozialethischer Perspektive. Es geht ihm darum, intergenerationelle Gerechtigkeit als eine Theorie der Sozialethik zu entwerfen und die diesem Topos innewohnende soziale und zeitliche Dimension zu verbinden. Im ersten Teil der Arbeit werden soziologische und pädagogische Generationen-Konzeptionen vorgestellt. Im zweiten Teil analysiert Veith drei maßgebliche Ethikmodelle hinsichtlich der Möglichkeit, diese um eine zeitliche Dimension zu erweitern: das metaphysische „Prinzip der Verantwortung“ von Hans Jonas, das utilitaristische Konzept der „Verantwortung für zukünftige Generationen“ von Dieter Birnbacher sowie die vertragstheoretische Gerechtigkeitskonzeption von John Rawls. Im dritten Teil werden die zuvor gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt, wobei Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit als Anknüpfungspunkte für eine sozialethische Theoriebildung dienen. In der Arbeit werden zwar „an einzelnen Stellen Problemanalysen und Lösungsansätze für Generationenkonflikte thematisiert, im Mittelpunkt [...] steht jedoch die ethisch-systematische Konzeption intergenerationeller Gerechtigkeit als einer Theorie der Sozialethik“ (12).
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.445.42 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Werner Veith: Intergenerationelle Gerechtigkeit. Stuttgart: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25508-intergenerationelle-gerechtigkeit_29582, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29582 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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