/ 04.06.2013
Uli Kowol
Innovationsnetzwerke. Technikentwicklung zwischen Nutzungsvisionen und Verwendungspraxis. Mit einem Geleitwort von Wolfgang Krohn
Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1998 (DUV: Sozialwissenschaft); XIV, 362 S.; brosch., 78,- DM; ISBN 3-8244-4274-4Diss. Bielefeld. - Ausgehend von der Annahme, daß Innovationen nicht isoliert in einzelnen Unternehmen generiert werden, resümiert der Autor den Stand sozialwissenschaftlicher Innovationstheorien. Im Zentrum der Untersuchung steht das Modell der rekursiven Technikentwicklung. "Mit der Rekursivitätsannahme soll den dynamischen Rückkopplungen zwischen Verwendungs- und Herstellungskontexten technischer Innovation Rechnung getragen werden." (5) Anhand der empirischen Überprüfung im Werkzeugmaschinenbau erweitert Kowol "Verknüpfungsleistungen zwischen Herstellung und Anwendung neuer Produkte und Verfahren" zum Modell der Innovationsnetzwerke (6). Der Technikgeneseprozeß ist dabei von sozialen und historischen Prozessen geleitet und "integriert eine Vielzahl ökonomischer, politischer, wissenschaftlicher und kultureller Einflüsse" (337). Der Autor zeigt, daß die Netzwerkanalyse ein geeignetes Instrument darstellt, Innovationsprozesse real abzubilden und die wechselseitige Beeinflussung von Entwicklung, Regulierung und Verwendung neuer Technik in einem interdisziplinären Ansatz zu verbinden.
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.343 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Uli Kowol: Innovationsnetzwerke. Wiesbaden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5952-innovationsnetzwerke_7980, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7980
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Dipl.-Politologe.
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